Bei Infineon stehen die Zeichen auf Streik
Die IG Metall will einen Sozialtarifvertrag wegen der geplanten SchlieĂźung des Infineon-Chipwerks MĂĽnchen-Perlach erreichen.
Beim Chiphersteller Infineon rückt ein Streik näher. Die IG Metall verzeichnete am Donnerstag eine anhaltend hohe Beteiligung an der Urabstimmung über einen unbefristeten Streik. "Die Stimmung ist kämpferisch und sehr gut", sagte Gewerkschaftssekretär Michael Leppek. Die IG Metall will einen Sozialtarifvertrag wegen der geplanten Schließung des Werks München-Perlach erreichen. Das Ergebnis der Urabstimmung soll am Freitagmittag bekannt gegeben werden. Wenn mindestens 75 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder vor Ort zustimmen, könnte ein Streik theoretisch unmittelbar danach beginnen.
An der Urabstimmung beteiligten sich laut IG Metall jeweils etwa 90 Prozent der angesprochenen Schichten. "Wir gehen davon aus, dass wir am Ende des Tages eine Beteiligung von knapp 100 Prozent haben werden", sagte Leppek. Die Gewerkschaft rechne zudem mit einer hohen Zustimmung fĂĽr den Streik.
Infineon will das Münchner Werk mit 800 Beschäftigten Anfang 2007 dichtmachen. Die IG Metall will die Schließung möglichst noch verhindern oder hinauszögern, in jedem Fall aber über einen Tarifvertrag sozial abmildern. Die Gespräche darüber waren aber nach zwei Verhandlungsrunden gescheitert. (dpa) / (jk)