Umweltzonen werden in Baden-Württemberg verschärft
In allen Umweltzonen Baden-Württembergs ist von Beginn des Jahres 2012 an die rote Umweltplakette tabu. Wer nach Stuttgart reinfahren möchte, braucht sogar einen grünen Sticker an der Windschutzscheibe. Im Südwesten gibt es dann 22 Umweltzonen, darunter neue in Heidenheim, Schramberg (Kreis Rottweil) und Urbach (Rems-Murr-Kreis) sowie im Verbund Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg (Kreis Ludwigsburg). Markgröningen (Kreis Ludwigsburg) ist die einzige Stadt, die ihre Vorgaben 2012 nicht verschärft. Hier hatte die rote Plakette bereits seit Sommer 2011 ausgedient hat.
Große Städte wie Karlsruhe, Freiburg, Mannheim und Stuttgart stellen sich schon länger auf die nächste Stufe ein. Neben dem Austausch von Schildern sind zum Teil auch weitere Vorkehrungen nötig. „Wir rechnen mit mehreren Zehntausend Anträgen für Ausnahmegenehmigungen“, sagte Sven Matis, Sprecher der Stadt Stuttgart. Um diese zu bearbeiten, habe die Stadt neue Mitarbeiter eingestellt. Die nächste Stufe des Fahrverbots in der Landeshauptstadt trifft nach seinen Angaben rund 12.000 Fahrzeuge. Drei Viertel von ihnen könnten nachgerüstet werden.
Kritik gibt es nach wie vor an zu geringen Kontrollen. Die deutsche Umwelthilfe moniert etwa, dass parkende Autos mit Verweis auf eine Lücke in der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Südwesten nicht überprüft werden. „In Baden-Württemberg ist es flächendeckend schlecht“, sagte deren Umweltzonen-Spezialistin Barbara Göppel. Berlin und Hannover würden vormachen, dass Verstöße durchaus auch bei geparkten Fahrzeugen geahndet werden könnten. Die StVO soll nach Ministeriumsangaben in absehbarer Zeit geändert werden. (dpa) (mfz)