Musik- und Fotohandys mit HSDPA und Schüttelsteuerung
Sony Ericsson hat sechs Modelle für das zweite Halbjahr 2007 angekündigt, darunter ein "Cyber-Shot" Fotohandy mit 5 Megapixeln und ein Walkman-Smartphone mit Playersteuerung durch Beschleunigungssensoren.
Gestern hat Sony Ericsson in Berlin sechs Handys und Smartphones vorgestellt, darunter die beiden Walkman-Modelle W910i und W960i. Das nur knapp 13 mm dicke Schiebe-Handy W910i ist als Quadband-GSM-Handy fast weltweit einsetzbar, funkt aber auch in den meisten UMTS-Netzen und empfängt über den Datendienst HSDPA bis zu 3,6 MBit/s. Bei der Bedienung geht der Hersteller mit "Shake Control" neue Wege: Einzelne Funktionen wie der Musikplayer lassen sich steuern, indem man das Handy schüttelt. Eine ruckartige Bewegung in eine Richtung soll beispielsweise den nächsten Track abspielen, Hin- und Herschütteln den Zufallsmodus aktivieren.
Intern speichert das W910i zwar nur 40 MByte, doch will Sony Ericsson einen Memory Stick Mikro mit einem GByte Speicherplatz mitliefern. Zum Fotografieren besitzt das Handy eine 2-Megapixel-Kamera, Bilder lassen sich via MMS, E-Mail oder auch Bluetooth versenden; über die Nahfunkschnittstelle kann man auch ein kabelloses Stereo-Headset ankoppeln.
Auf dem UMTS-Smartphone W960i, dem Nachfolger des W950i, kommt das Betriebssystem Symbian OS mit der UIQ-Oberfläche zum Einsatz; bedient wird das Gerät über einen Touchscreen mit QVGA-Auflösung (240 × 320 Pixel). Speicherte der Vorgänger intern schon vier Gigabyte, bietet das W960i sogar acht Gigabyte Platz für Musik, einen Slot für Wechselspeicher fehlt. Das Gerät nutzt GSM-Netze bei 900, 1800 und 1900 MHz und UMTS. Für schnelle Downloads steht HSDPA (bis 3,6 MBit/s) zur Verfügung. Via USB-Kabel an einen PC angeschlossen, wird das W960i als Massenspeicher erkannt und lässt sich so bequem mit Musik-Dateien befüllen. Ein Gigabyte soll in weniger als drei Minuten in den Smartphone-Speicher transferiert werden. Eine Akkuladung soll für bis zu 25 Stunden Musikwiedergabe reichen. Zum angekündigten Lieferumfang gehört laut Sony Ericsson das Bluetooth-Stereo-Headset HBH-DS220. Beide Walman-Handys sollen im vierten Quartal 2007 in den Handel kommen; das W910i soll ohne Vertrag rund 550 Euro, das W960i rund 800 Euro kosten.
Auch in der Foto-Kategorie bietet Sony Ericsson Neues: Das Cyber-Shot-Handy K850i knipst Bilder mit einer Auslösung von 5 Megapixeln. Für scharfe Bilder soll ein Autofokus-Objektiv sorgen, für dunkle Motive gibt es einen Xenon-Blitz. Via BestPic-Funktion nimmt das Handy beim Auslösen gleich neun Bilder auf, aus denen man sich das beste aussuchen kann.
Auch sonst glänzt das 17 mm dicke und 118 Gramm schwere Handy mit umfangreicher Ausstattung: Das UMTS-Handy eignet sich mit Quadband-GSM, den US-amerikanischen UMTS-Bändern bei 850 und 1900 MHz und den Datendiensten EDGE und HSDPA funktechnisch für den Weltenbummler. Intern speichert das K850i bis zu 40 MByte, ein 512 MByte fassender Memory Stick Mikro soll mitgeliefert werden. Beim Karten-Slot des Handys hat Sony Ericcson augenscheinlich die Strategie gewechselt: Der Hersteller unterstützte bislang nur Sony-eigene Memory Sticks, im K850i kommt jedoch ein Kombi-Slot zum Einsatz, der auch gängige microSD-Karten aufnimmt. Das Fotohandy soll im vierten Quartal 2007 für rund 600 Euro ohne Vertrag zu haben sein.
Das UMTS-Handy K530i soll mit 300 Euro deutlich günstiger ausfallen und schon im dritten Quartal in die Läden kommen. Das nur 14 mm dicke Triband-GSM-Modell im Riegelformat besitzt nur eine 2-Megapixelkamera, auch auf ein Autofokus-Objektiv muss man verzichten. Mit MP3-Player, Memory-Stick-Mikro-Slot (intern speichert das K530i nur 16 MByte), E-Mail-Client (IMAP-idle-fähig), Videotelefonie dank einer Zweitkamera über dem Display (176 × 220 Pixel) und Bluetooth mit Stereo-Audio-Profil ist es aber gut ausgestattet.
Die günstigen Klapphandys Z250i und Z320i sollen beide noch im dritten Quartal in den Handel kommen. Beide Triband-Modelle besitzen statt Bluetooth-Funk nur einen IrDA-Port, um Daten mit anderen Handys auszutauschen. Das Z250 hat eine VGA-Kamera, was für Multimedia-Nachrichten reicht, das Z320 macht Schnappschüsse mit einer 1,3-Megapixelkamera. Beide zeigen Menüs, Nachrichten und Bilder auf je einem 128 × 160-Pixel-Display mit 16 Bit Farbtiefe an. Der Preis für das Z250i liegt bei 130 Euro, das Z320i soll rund 150 Euro kosten – jeweils ohne Vertrag. (rop)