ThemenmolekĂĽl: Hommage an das Geektum

Glasers gesammelte Linkwolke aus der Welt der Wissenschaft und Technologie. Heute unter anderem mit Molotov-Cocktail-Herzen, einem Lego-LHC, essbarer DNS und einer Cosinus-Achterbahn.

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Von
  • Peter Glaser

Glasers gesammelte Linkwolke aus der Welt der Wissenschaft und Technologie. Heute unter anderem mit Molotov-Cocktail-Herzen, einem Lego-LHC, essbarer DNS und einer Cosinus-Achterbahn.

Auf meinen Expeditionen durch das Netz finde ich immer wieder bemerkenswerte Informations-Atome, die sich im Lauf der Zeit zu Themenmolekülen verbinden. Gelegentlich möchte ich an dieser Stelle solche Link-Gravitationswolken aus der Welt der fröhlichen Wissenschaft und Technologie vorlegen.

Aus der Welt der modernistischen Medizinkunst: Ein Skelett-Typogramm von Aaron Kuen. Die bemerkenswerten Filzstift-Anatomien des Flickr-Users doesthepope. Gemüsegedärm von Klaus Weber. Molotov-Cocktail-Herzen von Francis Baker.

Sie ist replizierbar, mutierbar und wird sogar von Künstlern und Schmuckdesignern verwendet – jetzt gibt es sie auch in essbarer Form: die DNS. Der besseren Handhabung wegen wird sie dazu aus der molekularen Dimension etwas hochvergrößert. Hier noch eine Reihe von anschaulichen Animationen zur DNS-Replikation, angefertigt von einem Team an der Universität Harvard.

Pythagosaurus: In dieser witzigen Animation von Peter Peake befinden wir uns in so etwas wie einer mathematischen Version der Vorzeit. Mit urbritischen Steinzeitmenschen, ist es nicht?

Der amerikanische Songwriter, Satiriker und Mathematiker Tom Lehrer hat nur etwa 50 Lieder geschrieben, aber die, die er geschrieben hat, haben ihn berühmt (und wegen seiner Schärfe berüchtigt) gemacht. Man denke nur an seinen scharfzüngigen Tribut an Wernher von Braun. Hier sein Liebeslied an die Elemente des Periodensystems, der Element Song, in einer japanischen und einer modern animierten Version.

The Tree of Life: Die Top 10 der witzigen Wissenschaftsvideos aus 2011 – mit wissenschaftlichen Partytricks, Lady Gaga-Parodien und einer handgemachten Nuklearexplosion.

Ein Physiker der Universität Kopenhagen hat mehr als 80 Stunden Arbeit und 2000 Euro investiert, um aus 9500 Legosteinen ein Modell des Large Hadron Colliders (LHC) im Maßstab 1:50 zu bauen.

Wie werden wir in Zukunft unsere Zimmer erhellen? Die Entwicklungsabteilung von Philips ist der Ansicht, dass wir es in den kommenden Jahren mit Wandleuchten, gefüllt mit biolumineszenten Bakterien versuchen sollten. Keine Stromrechnung mehr – dafür muß man seine Lampen künftig mit Haushaltsabfällen füttern, damit die Bakterien weiter ihr sanftes grünes Licht spenden.

SpaĂź mit Mathe: Der Funktions-VergnĂĽgungspark. In der Function World von Grant Snyder gibt es unter anderem eine Cosinus-Achterbahn, sich duellierende Hyperbeln und eine natĂĽrlich logarithmische Rutschbahn. Man glaubt gar nicht, wie lustig Mathematik sein kann.

Tauchfahrten ins Kleine: Ein Blick in die wunderbaren Welten des Mikrofotogafen Daniel Stoupin.

Aus dem Blog My Retrospace eine groĂźartige fotografische Hommage an das Geektum der frĂĽhen Jahre: A World with No Geeks? (bsc)