Förderprogramm soll Mikrobrennstoffzellen zum Durchbruch verhelfen

Mit einer gezielten Förderung einiger Verbundprojekte will das Forschungsministerium Deutschland zum Technologieführer bei Mikrobrennstoffzellen machen.

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Von
  • Angela Meyer

Rund 18 Millionen Euro Förderung sollen der Mikrobrennstoffzelle den Weg zum Massenmarkt ebnen und gleichzeitig Deutschland die technologische Führung auf diesem Gebiet bringen, hofft das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) laut einer Pressemitteilung (PDF). Das BMBF will mit dem Geld neun Verbundprojekte fördern, die "sich ganzheitlich mit der Systementwicklung auseinandersetzen und marktgerechte Massenprodukte im Auge haben". Das Förderprojekt ‚Leitinnovation Mikrobrennstoffzelle' setzt dabei darauf, dass Systeme mit einer Leistung bis maximal 100 Watt bei mobilen Geräten Akkus ergänzen oder sogar verdrängen könnten. Nach Ansicht des Forschungsministeriums scheitert der seit Jahren beschworene Einstieg in den Massenmarkt bisher noch daran, dass die Mikrobrennstoffzellen zu teuer sind und unverzichtbare periphere Komponenten wie Minipumpen, -ventile oder -regler ebenso wie Materialien und Werkstoffe sich bisher nur bedingt eignen.

Das 2005 ausgeschriebene (PDF) und laut BMBF größte Fördervorhaben für Mikrobrennstoffzellen in Europa hat nun aus 35 Bewerbern die "aussichtsreichsten Projekte" ausgewählt, die sich "dem Gesamtsystem, bestehend aus Speicher, Energiewandler und Regelung bzw. Peripherie widmen" werden. Jeweils etwa zwei Millionen Euro gehen unter anderem an das Projekt "Mobile und Portable Brennstoffzellen", an dem maßgeblich die SFC Smart Fuel Cell AG beteiligt ist, an das Projekt PemGen, das auf eine Miniaturisierung bis auf Knopfzellengröße hinarbeitet – hier ist auch Varta mit dabei – und das Projekt BZ-Battext, das ein Mikromethanolsystem für den Einsatz in einem Hybridsystem aus Brennstoffzelle und Batterie entwickeln will. (anm)