Nvidia legt nach

3D-Chip-Entwickler Nvidia reagiert auf die Radeon-X1000-Familie seines Konkurrenten ATI.

vorlesen Druckansicht 124 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Manfred Bertuch
  • Laurenz Weiner

Mit neuen Produkten versucht Nvidia, sich gegen die Radeon-X1000-Serie seines kanadischen Konkurrenten ATI zu behaupten. Im Einsteigersegment um 150 Euro soll der GeForce 6600 DDR2 dem Radeon X1300 Pro Paroli bieten. Der für 350 MHz Chip- und 400 MHz Speichertakt ausgelegte Grafikchip soll rund 25 Prozent schneller arbeiten als die Standardausführung mit 300/275 MHz. Das könnte reichen, um die X1300er-Chips zu schlagen. Deren Kern arbeitet zwar im 600-MHz-Takt, muss aber mit vier Pixel-Pipelines auskommen, während die GeForce-6600er-Chips acht Pipelines vereinen.

In der Mittelklasse wird wahrscheinlich der GeForce 6800 GS gegen ATIs Radeon X1600 antreten, was Nvidia aber noch nicht bestätigen wollte. Pipeline-Anzahl und Taktfrequenzen sind noch nicht bekannt. Allerdings findet man auch schon Grafikkarten mit dem Oberklasse-Grafikprozessor GeForce 6800 GT für 250 Euro im Handel, was dem Preis einer Karte mit dem Radeon X1600 XT entspricht. Nvidias GT-Chip ist mit seinem 256-Bit-Bus dem X1600 XT auf jeden Fall bei der Speicher-Performance überlegen. Die relativ niedrige Chiptaktfrequenz von 350 MHz macht es ihm aber schwer, mit dem 590 MHz schnellen ATI-Chip mitzuhalten, wenn Spiele anspruchsvolle Pixel-Shader einsetzen. Der in Japan aufgetauchte GeForce 6800 XT ist jedenfalls kein Gegner für ATIs neue, mit zwölf Pipelines ausgestattete Mittelklasse. Er soll lediglich acht Pipelines enthalten und mit 325/350 MHz laufen.

Gegen ATIs Flaggschiff Radeon X1800 XT wollen die Kalifornier weiter den GeForce 7800 GTX ins Rennen schicken. Ein GeForce 7800 "Ultra" mit höheren Taktfrequenzen soll vorerst nicht geplant sein, dafür aber eine Version mit 512 MByte Speicher. (Manfred Bertuch) (law)