Dresdner Infineon-Mitarbeiter sollen bei Streik in München arbeiten
Während des geplanten Streiks im Münchner Infineon-Werk sollen Mitarbeiter aus Dresden die Produktion dort aufrechterhalten.
Während des geplanten Streiks bei Infineon in München-Perlach sollen Mitarbeiter aus Dresden die Produktion dort aufrechterhalten. "Es sind Mitarbeiter angesprochen worden, die auf freiwilliger Basis nach München gehen", sagte die Dresdner Infineon-Sprecherin Diana Rulle am Freitag. Die IG Metall sprach von rund 50 Beschäftigten. In dem von der Schließung bedrohten Münchner Infineon-Werk hatten fast 93 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für einen Streik gestimmt.
Er könne keinem Dresdner Mitarbeiter raten, nach München zu gehen, sagte Wigand Cramer, Infineon-Beauftragter der IG Metall. "Die geraten in beiden Werken unter Druck." Er bezweifle, dass Infineon die 50 Mitarbeiter in Dresden zusammen bekomme. Rulle zufolge werden die Fahrt nach München und die Unterbringung zentral organisiert. Über den Erfolg der Anwerbeaktion und eventuelle Vergünstigungen für die betreffenden Mitarbeiter wollte die Sprecherin keine Angaben machen.
Bisher ist noch offen, wann der Streik in München beginnt. Die IG Metall will die Schließung des Werkes Anfang 2007 verhindern. Die Schließung sei weder wirtschaftlich zwingend, noch technologisch sinnvoll, sagte Cramer. Da der Vorstand aber offenbar nicht davon abrücke, wolle die IG Metall einen Sozialtarifvertrag durchsetzen, in dem die Gründung einer Beschäftigungsgesellschaft und die Höhe der Abfindungen geregelt werden sollen. dpa (kav)