Philips geht von einem schwachen vierten Quartal aus

Den vorläufigen Zahlen zufolge lief das vierte Quartal 2011 für Philips nicht so gut wie erwartet. Der Konzern rechnet mit einem operativen Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert.

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Der niederländische Elektronikkonzern Philips erwartet ein enttäuschendes Ergebnis für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2011. Das geht aus den vorläufigen Zahlen hervor, die das Unternehmen am heutigen Dienstag veröffentlicht hat. Die endgültigen Ergebnisse sollen am 30. Januar folgen. Der seit Frühjahr 2011 amtierende Philips-Chef Frans van Houten sagte, sowohl das Gesundheitsgeschäft als auch die Preisentwicklung im Lichtgeschäft für Konsumenten sei durch die Probleme in Europa belastet worden.

Im vierten Quartal rechnet Philips dem Bericht zufolge mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Das operative Ergebnis (EBITA) werde bei rund 500 Millionen Euro liegen, was sieben bis acht Prozent des Umsatzes entspräche. Im vierten Quartal 2010 hatte das operative Ergebnis noch bei 873 Millionen Euro gelegen, fast 12 Prozent des damaligen Umsatzes.

Die Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen sorgte für deutliche Verluste der Philips-Aktien an den Finanzmärkten. Van Houten bleibt jedoch zuversichtlich, die Geschäftsziele für das Jahr 2013 erreichen zu können. Nach einem Gewinneinbruch im dritten Quartal 2011 hatte er einen Umbau des Konzerns angekündigt, dem auch 4500 Stellen zum Opfer fallen sollen. Mittelfristig plant das Unternehmen nun ein Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent, beim Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (EBITA) zehn bis zwölf Prozent.

Laut der Mitteilung wird bei den genannten Zahlen das Geschäft mit Fernsehern bereits nicht mehr berücksichtigt. Die Gründung eines Joint Ventures mit dem Auftragsfertiger TPV aus Hongkong, das dann das Fernsehgeschäft übernimmt, hatte sich zuletzt verzögert. Bis Ende März soll sie nun abgeschlossen sein, wie es im November hieß.

Für die einzelnen Geschäftsbereiche erwartet Philips im vierten Quartal 2011 nur geringfügig unterschiedliche Umsatzzuwächse. So geht der Konzern für das Gesundheitsgeschäft davon aus, dass die endgültigen Zahlen ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich zeigen. Eine ähnliche Entwicklung wird auch für das Geschäft mit Konsumelektronik prognostiziert. Bei der Lichttechnik dagegen erwartet das Unternehmen den vorläufigen Zahlen zufolge ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich. (mho)