Vodafone hat weltweit über 200 Millionen Kunden
Der britische Mobilfunkkonzern musste beim Kundengewinn in Deutschland zwar hinter T-Mobile zurückstehen, ist mit dem internationalen Weihnachtsgeschäft aber trotzdem zufrieden.
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat jetzt mehr als 200 Millionen Kunden weltweit. Im Schlussquartal 2006 kamen 8,7 Millionen neue Verträge hinzu, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der nach Umsatz weltgrößte Mobilfunkanbieter hatte damit zum Jahreswechsel 198,6 Millionen Kunden unter Vertrag. Mittlerweile liege die Nutzerzahl über 200 Millionen, sagte Vodafone-Chef Arun Sarin. In Deutschland gewann Vodafone 709.000 neue Kunden. Marktführer T-Mobile nahm im Schlussquartal 746.000 neue Kunden unter Vertrag.
Sarin zeigte sich zufrieden mit der Umsatzentwicklung, die vor allem von der Expansion in Schwellenländern geprägt war. Konzernweit seien die Umsätze mit Mobilfunkdiensten um 6,1 Prozent gewachsen, wobei der Zuwachs in Europa 0,9 Prozent betrug. Der Weltmarktführer bestätigt daher seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2006/2007 (Ende März). Sarin rechnet demnach mit einem Wachstum von 5 bis 6,5 Prozent bei den Mobilfunkumsätzen sowie einen Rückgang der operativen Marge (EBITDA) um einen Prozentpunkt.
Um seinen Wachstumskurs fortzusetzen, will Vodafone die Position vor allem in Schwellenländern stärken. Derzeit prüft das Unternehmen den Erwerb der indischen Hutchison Essar. Es werde noch einige Wochen dauern, bis die Prüfung der Bücher abgeschlossen sei und Klarheit bestehe, sagte Sarin. Laut Medienberichten liegt der Preis für den viertgrößten Mobilfunkkonzern Indiens bei rund 20 Milliarden Dollar. (dpa) / (vbr)