LG überarbeitet smarte Haushaltsgeräte
Das koreanische Unternehmen stellt in Las Vegas unter anderem einen neuen "smarten" Kühlschrank vor, der im Zusammenspiel mit Smartphones automatisch Einkäufe erfassen kann.
Bereits auf der IFA 2011 präsentierte LG Electronics einen Kühlschrank mit "Smart-Thinq-Technologie", der unter anderem dank einer integrierten Datenbank über die Lebensmittel in seinem Inneren Buch führen konnte – etwa um automatisch Einkaufslisten zu generieren oder rechtzeitig darauf hinzuweisen, dass in Kürze ein Verfallsdatum ereicht wird. Bei der letztjährigen Präsentation in Berlin machte das Gerät allerdings aufgrund der umständlichen Dateneingabe über das eingebaute Touchscreen-Display einen eher durchwachsenen Eindruck.
(Bild: Nico Jurran)
Auf der CES zeigt LG die nächste Gerätegeneration, die eben diesen Kritikpunkt ausräumen soll. Das neue Modell hat nicht nur ein überarbeitetes Interface; darüber hinaus arbeitet es mit Smartphones zusammen, die als Barcode-Scanner dienen können. Hierfür installiert der Anwender eine kostenlose LG-App auf seinem Mobiltelefon. Nach dem Einkauf soll der Anwender nicht nur die gekauften Waren einzeln abscannen können, sondern dank Texterkennung sogar ganze Einkaufszettel auf einen Schwung erfassen. Bei der Demonstration klappte Letzteres aber wohl nur deshalb problemlos, weil die Anwendung zuvor alle auf dem Kassenzettel verwendeten Abkürzungen gelernt hatte. Im realen Leben wird das System die händlerspezifischen Kürzel wohl nicht auf Anhieb verstehen. Zudem muss der Anwender das Verfallsdatum auf jeden Fall weiterhin händisch eingeben.
(Bild: Nico Jurran)
Die neuen smarten LG-Kühlschränke sollen täglich ein Rezept vorschlagen, das sich an zuvor eingegebenen Informationen zu den einzelnen Haushaltsmitgliedern orientiert. Auf Wunsch generiert der Kühlschrank automatisch eine Einkaufsliste, die sich auf das Smartphone übertragen lässt. Alternativ dazu soll es möglich sein, über das Kühlschrank-Display direkt Waren bei Online-Lebensmittelhändlern zu ordern. Wer den ebenfalls neuen smarten LG-Ofen erwirbt, soll einen weiteren Zusatznutzen erhalten: Der Kühlschrank programmiert den Ofen selbstständig mit dem zum Rezept passenden Temperatur- und Garzeit-Vorgaben, sodass der Nutzer nur noch die Zutaten mischen und dann auf den Start-Knopf drücken muss.
Auch die Staubsaugroboter des Unternehmens lernen in der kommenden Generation neue Funktionen: So sind die neuen Geräte vom Smartphone aus steuerbar – auch aus der Ferne per Internet-Zugriff. Zudem will LG Electronics auch Geräte mit eingebauter Kamera anbieten, die sich zur Überwachung des Heims einsetzen lassen. (nij)