Iomega will mit Übernahme von CSCI Strategiewechsel einleiten

Das Kerngeschäft des US-Hardwareherstellers ist unter Druck. Iomega reagiert mit einer strategischen Neuausrichtung und Stellenabbau.

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Iomega will sich verändern. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird Iomega den IT-Dienstleister CSCI übernehmen. Man habe sich grundsätzlich auf die Konditionen einer Übernahme verständigt und erwarte den Abschluss des Geschäfts innerhalb der nächsten 60 Tage. Iomegas CEO Jonathan Huberman bezifferte den Kaufpreis gegenüber dem US-Magazin eWeek auf 11,5 Millionen US-Dollar (etwa 9 Millionen Euro), die Teilsumme von sieben Millionen US-Dollar werde in Aktien gezahlt.

Laut US-Medienberichten hat CSCI im Jahr 2005 einen Umsatz von 7,5 Millionen US-Dollar erwirtschaftet und erwartet für das laufende Jahr Umsätze in Höhe von zehn Millionen US-Dollar. Das Hauptgeschäft des in San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) beheimateten Systemintegrators ist "OfficeScreen", eine gemanagte VPN-Lösung, mit der kleinere und mittlere Unternehmen zum Beispiel ihre externen Mitarbeiter sicher an das Firmennetz anschließen können. Das System soll in Zukunft von Iomega über verschiedene Kanäle als "Iomega OfficeScreen" vermarktet werden.

Der Hersteller von Massenspeichern (Zip, Jaz) bedeutet die Übernahme eine Erweiterung des Geschäftsmodells. "Mit der Hinzunahme von OfficeScreen macht Iomega den ersten Schritt in Richtung eines Systemdienstleisters", sagte Huberman. Bis Ende 2006 will Iomega die neuen Dienstleistungen auch international anbieten. Unter Berufung auf unabhängige Marktanalysen beziffert Iomega das weltweite Marktvolumen für derartige IT-Dienstleitungen auf 2,9 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro) für 2006. Bis Ende 2008 soll der Markt auf 3,7 Milliarden US-Dollar (2,9 Milliarden Euro) wachsen.

Von diesem Kuchen will Iomega jetzt ein Stück abhaben. Der Hardwarehersteller hatte im ersten Quartal des Jahres bei rückgängigem Umsatz von 59 Millionen US-Dollar einen Verlust in Höhe von 4,2 Millionen US-Dollar ausweisen müssen. Iomegas Kerngeschäft mit Zip-, USB-Flash- und REV-Produkten ist rückläufig. Zur Reduzierung der Kosten will das Unternehmen jetzt etwa ein Drittel der Stellen abbauen. Bereits Ende 2004 hatte Iomega einen massiven Arbeitsplatzabbau eingeleitet. (vbr)