Grimme-Online-Wettbewerb startet im Februar
"Die Beteiligung der User wächst, neue interaktive Formate haben sich neben klassischen journalistischen Angeboten im Netz etabliert", betonte Projektleiter Friedrich Hagedorn im Vorfeld der siebten Auflage des Grimme Online Award.
Der Grimme Online Award startet im Februar zu seiner siebten Auflage. Bei dem Wettbewerb werden bis Ende März die besten Internetauftritte in den Kategorien Information, Wissen und Bildung sowie Kultur und Unterhaltung gesucht. Websites können ab Anfang Februar über www.grimme-online-award.de vorgeschlagen werden. Nominierungskommission und Jury entscheiden dann über die Nominierungen beziehungsweise über die aus den Nominierten auszuwählenden Preisträger. Beim zusätzlichen Publikumspreis können auf der Basis der nominierten Vorschläge die Internetnutzer über das von ihnen favorisierte Angebot abstimmen. Die Preisträger werden am 20. Juni in der Kölner Vulkanhalle bekannt gegeben.
Die Juroren hatten bereits im vergangenen Jahr einige wichtige Tendenzen gewürdigt, die in diesem Jahr vermutlich noch stärker zum Tragen kommen dürften, sagte Projektleiter Friedrich Hagedorn laut dpa. "Die Beteiligung der User wächst, neue interaktive Formate haben sich neben klassischen journalistischen Angeboten im Netz etabliert", betonte Hagedorn.
2006 waren die Informationsangebote iRights.info und jetzt.de, die Kultur- und Unterhaltungs-Websites Ehrensenf und Riesenmaschine sowie die Wissens- und Bildungsangebote Blinde Kuh und Worldtrip.tv die Preisträger des Grimme Online Award in den herkömmlichen drei Kategorien. Ein Spezialpreis geht an das Berliner Weblog Spreeblick, der Publikums-Preis an die Internet-Show Ehrensenf.
Das Adolf Grimme Institut, das sich unter anderem die Förderung von Qualität im Fernsehen auf die Fahnen geschrieben hat, zählt sich nach eigenen Angaben zum "kleinen Kreis renommierter Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen in Europa, die sich mit Fragen der Medienpolitik und Kommunikationskultur befassen". Es versteht sich als Forum für die "kommunikationspolitische Debatte in der Bundesrepublik Deutschland" und leiste "medientheoretische und medienpraktische Bildungsarbeit".
Zu den bekanntesten Aktivitäten des Instituts dürfte die Verleihung des Adolf-Grimme-Preises gehören. Mit der seit 1964 vergebenen Auszeichnung werden TV-Produktionen und Fernsehleistungen prämiert, "die spezifische Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können". Der Grimme Online Award soll Ähnliches für die Welt der Online-Medien leisten. (jk)