Schavan fordert mehr Investitionen in innovative Techniken

"Jetzt ist die Wirtschaft in ganz Europa gefragt, ihren Beitrag zu leisten", meinte die Bundesforschungsministerin unter Bezug auf das EU-Forschungsrahmenprogramm.

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  • dpa

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat die Unternehmen aufgefordert, stärker in die Informations- und Kommunikationstechniken als "Innovationsmotor Nummer eins" zu investieren. Diese Techniken seien in Europa der Schlüssel für mehr Wachstum und Beschäftigung, sagte sie am Donnerstag in Köln. Das im Januar neu gestartete 7. EU-Forschungsrahmenprogramm stellt für diesen Bereich von 2007 bis 2013 insgesamt 9,1 Milliarden Euro bereit. Zur Eröffnung einer Tagung mit 3000 Wissenschaftlern und Unternehmern aus Europa betonten Schavan und Viviane Reding, EU-Kommissarin für Medien und Informationsgesellschaft, die Bedeutung von Kooperationen und strategischen Allianzen.

Der Bereich der Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) ist ein wesentlicher Baustein des EU-Forschungsrahmenprogramms, das mit insgesamt 54,4 Milliarden Euro (2007 bis 2013) als weltgrößtes Programm in der Forschungsförderung gilt. Der Kongress in Köln soll Forscher und Unternehmer aus Europa zusammenbringen und eine Bildung von "Projektkonsortien" ermöglichen. Die Bundesregierung habe bis 2009 rund 1,2 Milliarden Euro speziell für die IKT-Forschung eingeplant, erklärte Schavan. Schwerpunkte seien die vier Felder Auto, Gesundheit und Medizin, Energie sowie Logistik und Dienstleistungen. "Jetzt ist die Wirtschaft in ganz Europa gefragt, ihren Beitrag zu leisten."

EU-Kommissarin Reding betonte: "Wir müssen unsere Kräfte, unsere Talente bündeln." Es sei wichtig, die Intelligenz von Forschern aus dem privaten und dem öffentlich-rechtlichen Bereich zusammenzubringen und zugleich private und öffentliche Gelder zu bündeln. Studien hätten gezeigt, dass ein Euro, der in die IKT-Forschungsarbeit investiert werde, "sieben Euro an Resultaten generiert." (dpa) / (jk)