Groß, größer, LCD
Bis vor kurzem waren die richtig großen Diagonalen den Plasmadisplays vorbehalten. Bald wollen Hersteller wie Sharp 80-zöllige Displays mit Flüssigkristalltechnik anbieten. Sogar Plasmaverfechter Panasonic setzt zunehmend auf große LCDs.
Panasonic, führender Anbieter von Displays mit Plasmatechnik, präsentierte am CES-Stand auffallend viele Fernseher mit LCD-Technik. Grund: Das Unternehmen will künftig auch LCDs mit 50 Zoll Diagonale anbieten – bisher war die Flüssigkristalltechnik bei Panasonic den Diagonalen unter 42 Zoll vorbehalten. Man wollte sich keine Konkurrenz im eigenen Haus machen.
Da das Unternehmen die LC-Panels in der eigenen IPS-Alpha -Fabrik produziert, gelingt der Schwenk zu größeren Diagonalen ohne Probleme. In Las Vegas zeigte das Unternehmen, dass es in Sachen Bildoptimierung auch bei den LCDs ganz vorn mitspielen kann: Ein achtstufiges Backlight-Scanning im 240-Hz-Panel sorgte für eine beeindruckende Schärfe in schnell bewegten Bildern.
Auf große Fernseher mit Flüssigkristalldisplays setzt auch Sharp – unter 50 Zoll ging bei dem japanischen Unternehmen auf der CES gar nichts. Im Mittelpunkt standen TVs mit 80 Zoll, also über zwei Meter Diagonale und 4K-Auflösung. Mit einer Technik namens ICC (Integrated Cognitiv Creation) rechnet Sharp die eingehenden Full-HD-Signale auf die 3840 × 2160 Pixel der 4K-Displays um.
LG präsentierte mit dem 84-zölligen LCD-Fernseher 84UD mit 4K-Auflösung ein noch größeres Display. Ob das koreanische Unternehmen die 4K-Technik in absehbarer Zeit in Serienprodukte mit derart großen Diagonalen umsetzen kann, ist noch offen. Sharp kündigte indes an, bereits in diesem Sommer so weit zu sein. (uk)