Epcos spürt Nachfrageschwäche in der Telekomindustrie

Nach Auftragsrückgängen enttäuscht der Komponentenhersteller trotz Umsatzzuwachses und stabiler Prognose die Erwartungen der Analysten.

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  • dpa

Der Bauelemente-Spezialist Epcos leidet unter einer Nachfrageschwäche in der Telekommunikationsindustrie. Zum Start ins neue Geschäftsjahr 2006/07 enttäuschte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Auch für das laufende Quartal kündigte Epcos eine nur insgesamt stabile Geschäftsentwicklung an. "Saisonal bedingt dürften dabei die Umsätze vor allem mit Produkten für Mobilfunkgeräte und für Konsum-Elektronik-Anwendungen geringer ausfallen", teilte die Epcos AG (München) am heutigen Donnerstag mit. Der Aktienkurs sank darauf zeitweise fast fünf Prozent auf 13,50 Euro.

Im ersten Quartal 2006/07 konnte EPCOS den Umsatz zwar im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 334 Millionen Euro steigern. Damit lagen die Erlöse aber um vier Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Schwach entwickelte sich vor allem das Geschäft mit Kunden aus der Telekommunikations- und Informationstechnik. Der Auftragseingang brach hier im Vergleich zum Vorquartal sogar um 20 Prozent ein.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich im ersten Quartal im Jahresvergleich von 3 auf 17 Millionen Euro und erreichte damit den Wert des Vorquartals. Vor diesem Hintergrund bekräftigte EPCOS, dass im Gesamtjahr weiterhin mit einer Steigerung von Umsatz und EBIT gerechnet werde. Analysten und Aktienhändler reagierten dennoch enttäuscht auf Quartalszahlen und Ausblick. (dpa) / (vbr)