IT-Branche freut sich auf die CeBIT
Der deutschen IT-Branche geht es gut: Der Bitkom-Verband rechnet mit Wachstum und sieht darin eine gute Ausgangslage für eine erfolgreiche Messe. Die wird ihren Besuchern erstmals Gratis-WLAN anbieten.
Die deutsche IT-Wirtschaft sieht nach Angaben des Branchenverbands Bitkom "hervorragende Startbedingungen" für die CeBIT in diesem Jahr. Die internationale IT-Messe findet 2012 vom 6. bis 10. März in Hannover statt. "Das Geschäftsklima im Hightech-Sektor ist sehr gut", sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf anlässlich der Vorschauveranstaltung CeBIT Preview in München. "Eine breite Mehrheit der Anbieter rechnet mit steigenden Umsätzen. Das ist eine sehr gute Ausgangslage für die CeBIT als Leitmesse unserer Industrie."
Der Verband erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzplus von knapp über 2 Prozent. Die Branche soll damit erstmals die 150-Milliarden-Euro-Marke knacken. Der Bitkom prognostiziert für den IT-Sektor ein Plus von 4,5 Prozent auf 73 Milliarden Euro. Auch die Telekommunikation soll sich wieder erholen und leicht auf 66 Milliarden Euro Umsatz zulegen können. Von der Fußball-EM im Sommer erhofft sich die Branche ein Absatzplus bei Fernsehern und damit Impulse für den Bereich Unterhaltungselektronik, dessen Umsatz um 1,5 Prozent auf 12 Milliarden Euro zurückgehen soll.
Unter dem Leitthema "Managing Trust" wird es auf der CeBIT 2012 maßgeblich um Vertrauen und Sicherheit in der digitalen Welt gehen. "Wenn digitale Geschäftsmodelle auf Dauer tragen sollen, ist das Vertrauen der Anwender unerlässlich", sagte Kempf. Es bestehe weiterhin ein hoher Bedarf an Aufklärung in den Bereichen Datenschutz, Privatsphäre und IT-Sicherheit. Die breite Diskussion habe Anbieter wie Anwender sensibilisiert. "Die CeBIT ist die ideale Plattform, um den Daten-Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Verbrauchern zu stärken."
Kostenloses WLAN
Zum "größten kostenlosen Hotspot der Welt" wird die kommende CeBIT laut der Ankündigung von Messe-Chef Frank Pörschmann am Dienstag in München. Die Messe wird erstmals allen Benutzern auf dem Gelände einen kostenlosen Internetzugang über WLAN anbieten. Zur Nutzung des Dienstes registrieren sich interessierte Besucher mit ihrer E-Mail-Adresse. Das Netz sei auf die große Benutzerzahl ausgerichtet. "Das funktioniert, ist aber auch nicht ganz billig", sagte Pörschmann, womit er auch die Einbindung des Sponsors Gelbe Seiten erklärt. (vbr)