Chip-Foundry UMC bleibt optimistisch trotz Gewinneinbruchs

Der taiwanische Halbleiterhersteller meldete im letzten Quartal einen Gewinnrückgang um rund 80 Prozent auf 53,2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Doch erwartet der Welt zweitgrößter Auftragsfertiger eine Erholung des Chip-Markts.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Der taiwanische Chip-Auftragsfertiger (Foundry) United Microelectronics Corp. (UMC) meldet für das abgelaufene Quartal einen Gewinneinbruch auf nunmehr 2,165 Milliarden Taiwan-Dollar (rund 53,2 Millionen Euro) – dies entspricht einem Rückgang um rund 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem UMS noch einen Überschuss von 10,9 Milliarden Taiwan-Dollar ausweisen konnte. Der Umsatz betrug im dritten Quartal 2005 23,6 Milliarden Taiwan-Dollar (580 Millionen Euro). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen Rückgang um 31,8 Prozent; doch bedeutet das aktuelle Quartalsergebnis zugleich, dass die Umsätze von UMC gegenüber dem zweiten Quartal 2005 (19,4 Milliarden Taiwan-Dollar) bereits wieder um 21,3 Prozent gestiegen sind. Im traditionell starken Schwankungen unterworfenen Chipgeschäft bahnte sich zuletzt im September 2004 eine deutliche Abwärtsbewegung an.

Im Ergebnis für das abgelaufene Quartal sieht der UMC-CEO Jackson Hu denn auch Anzeichen für eine deutliche Markterholung. So sei der Anteil der in 90-Nanometer-Technologie gefertigten Wafer am Gesamtumsatz im dritten Quartal auf 14 Prozent gestiegen. Weitere Umsatzzuwächse erwartet die weltweite Nummer zwei unter den Auftragsfertigern für Halbleiter im laufenden vierten Quartal, in dem – getrieben durch das Weihnachtsgeschäft – die Nachfrage nach elektronischen Geräten ihren jährlichen Höhepunkt erreicht. (ssu)