Carrara 5: Bessere Beleuchtung für 3D-Szenen
In Version 5 der 3D-Modelling-, -Rendering- und -Animationssoftware Carrara hat sich der Hersteller vor allem der Beleuchtung von 3D-Szenen angenommen.
In Version 5 der 3D-Modelling-, -Rendering- und -Animationssoftware Carrara hat sich Hersteller Eovia vor allem der Beleuchtung von 3D-Szenen angenommen: Techniken wie Ambient Occlusion, Subsurface Scattering, Fresnel-Effekt, Anisotropic Lighting und Displacement Mapping sollen die Modelle aus der Retorte realistischer wirken lassen: Ambient Occlusion simuliert die diffuse Abschattung, wie sie beispielsweise Kaffeetassen, Teller oder beliebige andere Objekte auf einem Tisch hinterlassen -- schlicht dadurch, dass an diesen Stellen weniger Umgebungslicht auf den Tisch fällt. Die meisten Materialien außer Metall (etwa Haut, Milch, Marmor und sogar Granit) sind mehr oder weniger lichtdurchlässig -- das unter solchen Oberflächen schimmernde diffuse Streulicht lässt sich mit Subsurface Scattering nachbilden. Der Fresnel-Effekt steuert die Transparenzwirkung von durchsichtigen Objekten in Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel, während Anisotropic Lighting den auf strukturierten Oberflächen wie Haaren, CDs oder gebürstetem Metall auftretenden Schimmer erzeugt.
Bewegungspfade für animierte Szenen sollen sich jetzt mit Hilfe eines Kurveneditors steuern lassen, der Partikel-Generator verspricht volumetrische Effekte (Nebel, Wolken, Rauch) sowie das Rendering von Metaballs. Eovia will die Software im Dezember zum Preis von 289 Euro auf den Markt bringen. Die mit der letzten Release eingeführte Pro-Version für 637 Euro wurde noch mit zusätzlichen Exportformaten für die Weiterbearbeitung in anderen Programmen wie After Effects, Motion Builder oder Autodesk Combustion ausgestattet, ferner lassen sich die globalen Beleuchtungseinstellungen nebst Ambient Occlusion einer Szene in Irradiance Maps verewigen. (atr)