Produkt-Reinemachen bei Google

Zum wiederholten Mal stoppt Google Projekte, die nicht den gewĂĽnschten Erfolg hatten. Nach Gears und Wave sind nun unter anderem Picnik und Urchin dran.

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Von
  • Henning Behme

Dave Girouard, Googles fürs Produktmanagement zuständiger Vice President, hat im offiziellen Firmen-Blog verkündet, dass die Firma wieder einmal intern überprüft habe, welche Produkte man nicht mehr verfolgen wolle: solche, die Eigenschaften anderer wiederholten, nicht den gewünschten Erfolg zeitigten oder sich nicht ausreichend ins große Google-Ganze integrierten. Sechs Projekte sind diesmal betroffen.

Im Dezember 2010 hatte Google das E-Mail-Disaster-Recovery-Produkt Google Message Continuity (GMC) vorgestellt, gedacht fĂĽr Unternehmen, die Microsofts Exchange mit Googles Cloud einsetzen. Laut Girouard waren es schlicht zu wenige. Anwender sollen ermutigt werden, stattdessen kĂĽnftig Google Apps zu nutzen.

In den Open-Source-Bereich "verschickt" wird die 2009 eingeführte Android-App Sky Map, und in den Ruhestand versetzen wollen die Kalifornier gleich mehrere weitere Produkte. Needlebase, eine Datenmanagementplattform, zum 1. Juni 2012 "pensioniert", will Google möglicherweise in andere hauseigene Projekte integrieren. Schon am 19. April 2012 ist Schluss für den 2010 eingekauften Foto-Editor Picnik . Dessen Premium-Kunden erhalten ihr Geld zurück. Fotosammlungen kann man per Takeout exportieren oder im Google+-Konto speichern.

Angesichts mangelnder Nutzung löst Google am 20. April 2012 die Social-Graph-API auf; ab sofort gilt sie als veraltet, nicht mehr unterstützt (deprecated). Und ab April dieses Jahres müssen Anwender auf Urchin verzichten. Die 2005 übernommene Client-Software war der Vorläufer von Googles Webanalysewerkzeug Analytics. (hb)