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Sharp optimiert Flachbildfernseher für PAL

Der Hersteller stellt etliche neue AQUOS-Flachbildfernseher vor, darunter drei Modelle, die speziell für den europäischen Markt entwickelt wurden.

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Sharp stellt auf der CeBIT (Halle 1, Stand 7a 2) etliche neue AQUOS-Flachbildfernseher vor, darunter drei Modelle, die speziell für den europäischen Markt entwickelt wurden. Die so genannten PAL-Panels nutzen eine für PAL- und SECAM-Fernsehsignale optimierte Auflösung von 940 × 540 Pixel.

Das PAL-Format umfasst 576 Zeilen, von denen ein Röhrenfernseher normalerweise 540 Zeilen darstellt. Die verbliebenen Zeilen fallen in den so genannten Overscan-Bereich, der unter anderem durch die Krümmung der Röhre und den Rücklauf des Elektronenstrahls verborgen bleibt. Somit bieten die Flachbildfernseher der P50-Serie die Bildhöhe eines herkömmlichen 4:3-TVs und können mit ihren 940 Pixeln pro Zeile zugleich breitformatige Fernsehsendungen schirmfüllend wiedergeben. Weil das Umrechnen auf die üblicherweise höhere Auflösung der LCD-Fernseher entfällt und keine komplizierten Bildoptimierungen erforderlich sind, sei die Darstellung von PAL-Fernsehbildern auf den AQUOS-P50-Modellen weniger verwaschen, so der Hersteller.

Erfreulich: Trotz reduzierter Auflösung hat Sharp die P50-Serie mit digitalen Schnittstellen ausgestattet. Außer den üblichen Scart-, S-Video- und auch Komponentenbuchsen nutzen sie einen HDMI-Eingang und unterstützen darüber den HDCP-Kopierschutzmechanismus. Zwar dürfen die Modelle angesichts ihrer Auflösung kein HD ready-Label tragen, denn dafür sind mindestens 720 Zeilen erforderlich. Über den HDMI-Eingang, der signalkompatibel zu DVI ist und zusätzlich Audiosignale führt, kann man sie jedoch am DVD-Player mit Digitalausgang betreiben. Selbst HDTV-Signale in 1080i (1920 × 1080 interlaced) oder 720p (1280 × 720 progressiv) sollen die P50-Modelle laut Sharp problemlos wiedergeben können, zumal dank der günstigen Verhältnisse -- 540 ist die Hälfte von 1080 respektive drei viertel von 720 -- auch hier komplizierte Algorithmen entfielen.

Der LC-37P50E zeigt eine Bilddiagonale von 94 Zentimetern, der LC-32P50E bietet 80 Zentimeter und der LC-26P50E 65 Zentimeter. Für alle drei spezifiziert Sharp eine Helligkeit von 450 cd/m2, einen Kontrast von 800:1 und Blickwinkel von 170 Grad. Sie sollen mit 12 Millisekunden schalten und sind mit zwei mal zehn Watt Lautsprechern nebst Virtual Dolby Surround ausgestattet. Die P50-Serie ist ab Juli dieses Jahres erhältlich, Preise stehen noch nicht fest. (uk)