Weitere Schuldbekenntnisse im Zuge der Fastlink-Operation

Drei US-Bürger haben gestanden, maßgeblich am illegalen Vertrieb urheberrechtlich geschützter Software über das Internet beteiligt gewesen zu sein.

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Im Rahmen der "Operation Fastlink", einer breit angelegten Ermittlungsaktion gegen illegal kopierte Software, haben sich drei US-Bürger vor Gericht schuldig bekannt. Seth Kleinberg, Jeffrey Lerman und Albert Bryndzda haben laut Angaben der Staatsanwaltschaft im District of Connecticut gestanden, maßgeblich am illegalen Vertrieb urheberrechtlich geschützten Materials, insbesondere PC- und Konsolenspiele, über die Release Groups Fairlight und Kalisto beteiligt gewesen zu sein. Dem 26-jährigen Kleinberg drohe nun eine maximale Gefängnisstrafe von zehn Jahren, während der 20-jährige Lerman und der 32 Jahre alte Bryndzda mit bis zu fünf Jahren bestraft werden könnten.

Die Beschuldigten waren im Rahmen der Teiloperation "Higher Education" ermittelt worden, die seit dem April 2004 laufe und an der sich zwölf Länder, darunter auch Deutschland, beteiligten, teilt die Staatsanwaltschaft weiter mit. Kleinberg habe sich beim Cracken der geschützten Software und als "Kurier" für die Verteilung auf verschiedene Server betätigt. Lerman habe als "Ripper" dafür gesorgt, dass urheberrechtlich geschützte Spiele verbreitet werden konnten. Brynzda soll zwei große Server aufgebaut und betrieben haben.

Eine erste Verurteilung im Zuge der "Operation Fastlink" hatte das US-Justizministerium im Dezember vorigen Jahres gemeldet. Ein 26-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Iowa hatte sich schuldig bekannt, über das Internet 13.000 illegal kopierte Software-Titel im Gesamtwert von 200.000 US-Dollar angeboten zu haben. Mit den drei neuen Schuldbekenntnissen steige die Zahl der Verurteilungen von US-Bürgern auf sechs. (anw)