Microsoft startet RFID-Offensive
Der Software-Gigant erweitert seine Unternehmenssoftware-Lösungen um RFID-Funktionalitäten und bringt eine Middleware auf den Markt, die RFID-Hardware mit entsprechenden Geschäftsprozessanwendungen verknüpft.
Der Software-Gigant Microsoft will Anfang kommenden Jahres eine Middleware auf den Markt bringen, die RFID-Hardware mit Geschäftsprozessen rund um die Technik der Radio Frequency Identification verknüpft. Die auf der .NET Development Platform aufbauende RFID Services Platform sei sowohl für Firmen gedacht, die RFID-Lösungen in bestehende Geschäftsprozesse einbinden wollen, als auch für Unternehmen, die eigene Business-Software-Produkte auf Basis von RFID entwickeln wollen. Das erläuterte Microsofts RFID-Chef Alex Renz am Rande einer US-Kundenkonferenz von Microsoft Business Solutions in San Diego.
Renz' Angaben zufolge soll die RFID Services Platform auf einem Dual-Prozessor-Server laufen und Microsoft SQL Server als Datenbankanwendung nutzen. Darüber hinaus will Microsoft die für 2006 geplanten neuen Versionen der Unternehmenssoftware-Lösungen Axapta (4.0), Navision (5.0) sowie Great Plains (9.0) um RFID-Funktionalitäten erweitern. Speziell auf den Einzelhandel ist eine Embedded-Version des Betriebssystems Windows XP für Kassensysteme ausgerichtet, welche die Verwendung von elektronischen Etiketten auf Basis der RFID-Technik unterstützt. Im Rahmen der Smarter Retailing Initiative versucht Microsoft schon seit geraumer Zeit, den Einsatz von RFID bei Einzelhändlern voranzubringen. (pmz)