IDS Scheer steigert Umsatz um 16 Prozent
Im ersten Dreivierteljahr ging das EBITA leicht um 2,4 Prozent auf 24,2 Millionen Euro zurück. Das Software- und Beratungshaus plant weitere Neueinstellungen und prüft weitere Zukäufe.
Das Saarbrücker Software- und Beratungshaus IDS Scheer erwartet im kommenden Jahr Ergebniszuwächse und will auch mit weiteren Übernahmen expandieren. "2006 werden wir sicherlich den Umsatz und das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte (EBITA) steigern", sagte Konzernchef Helmut Kruppke der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Donnerstag nach Vorlage von Neunmonatszahlen. "Wir werden deutlich stärker als der Markt zulegen." Für mögliche Akquisitionen habe die Gesellschaft vor allem Nordamerika und China im Blick.
IDS Scheer steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 230,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) ging leicht um 2,4 Prozent auf 24,2 Millionen Euro zurück, wie das im TecDAX notierte Unternehmen in Saarbrücken mitteilte. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet IDS Scheer ein zweistelliges Umsatzwachstum.
"2006 werden unsere Neueinstellungen positiv zu Buche schlagen", sagte Kruppke. Im laufenden Jahr investiere IDS Scheer weltweit in neue Arbeitsplätze. In den ersten neun Monaten kamen netto 227 neue Mitarbeiter zu IDS Scheer. "Im aktuellen vierten Quartal planen wir weitere punktuelle Neueinstellungen", sagte Kruppke.
Auf die kommenden Jahre schaut Kruppke zuversichtlich. Als Wachstumstreiber sehe IDS Scheer den Bereich Geschäftsprozess-Management, für den die Gruppe Unternehmenslösungen entwickelt. Der Gruppenumsatz solle sich bis Ende des Jahrzehnts verdoppeln, sagte Kruppke und wiederholte damit frühere Aussagen.
Derzeit erziele die Gruppe 52 Prozent ihres Umsatzes in Deutschland. "Das wird sich weiter zu Gunsten des Auslands verschieben, dort gibt es wesentlich mehr Wachstumspotenzial", betonte Kruppke. Mit Blick auf mögliche Übernahmeziele sagte er: "In Nordamerika haben wir eine geringe Präsenz verglichen mit der Größe des dortigen Marktes." Im Sommer 2003 hatte IDS Scheer das Nordamerika- und Osteuropa-Geschäft des österreichischen IT-Beratungshauses Plaut übernommen. (dpa) / (ssu)