Instant-Server mit Linux: Kommunikationszentrale fürs kleine Netz

Gründe, einen eignen Server zu betreiben, gibt es viele; c't hat in Ausgabe 4/07 den Markt auf einfach zu bedienende und kostenlos einsetzbare Lösungen hin sondiert. Die Software zum Schwerpunkt "Instant-Server" gibts auf der Heft-DVD.

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Von
  • Jürgen Kuri

Gründe, einen eignen Server zu betreiben, gibt es viele, egal ob ein kleines Büro oder eine Wohngemeinschaft versorgt werden soll: Ein zentral gewarteter Spam- und Virenfilter reduziert den Aufwand für Abwehrmaßnahmen auf den Clients erheblich. Die Möglichkeit, E-Mails auf dem Server abzulegen, schafft Freiheitsgrade, was den Zugriff von verschiedenen Clients aus angeht. Eine zentrale Dateiablage erleichtert den Datenaustausch und auch die regelmäßige Sicherung des gemeinsamen Datenbestandes. Ein Webfilter kann unerwünschte Inhalte draußen halten, ein Proxy das Surfen beschleunigen. Groupware-Funktionen helfen der Arbeitsorganisation auf die Sprünge.

Kommen noch Router-Funktionen dazu, die den Server um eine Firewall sowie Komponenten erweitern, die das lokale Netz ans Internet bringen, so hat sich inzwischen eine eingängige Bezeichnung für das Ganze herausgebildet "Small Business Server" (SBS). Ein SBS ist also die universelle Kommunikationszentrale für das kleine Netz: Ein einzelner PC kann für alle Computer einer Familie oder Wohngemeinschaft zentrale Aufgaben übernehmen.

Linux-Distributionen, die sich dem Server-Einsatz verschrieben haben, gibt es reichlich. Schließlich ist die Auswahl dafür geeigneter Komponenten im Open-Source-Umfeld auch riesig. Und die Attraktivität des Konzepts SBS für viele Anwender haben auch die Hersteller entdeckt. Sie werben mit dem Begriff, und auch Microsoft hat ein entsprechendes Produkt im Angebot. Das baut natürlich nicht auf Linux auf, stellt jedoch durchaus eine interessante Messlatte für die Systeme aus Open-Source-Welt dar. Microsofts Small Business Server bietet vor allem eine Vielzahl an bequemen Funktionen und Diensten, ist jedoch kostenpflichtig. Die Linux-Lösungen erhält man in abgespeckten Versionen kostenlos. Sie vernetzen auch problemlos Microsoft-, Linux- und Mac-Rechner miteinander.

c't hat den Markt auf einfach zu bedienende und kostenlos einsetzbare Lösungen hin sondiert und stellt einige Systeme vor, die dank Weboberfläche auch für Nicht-Profis einfach zu handhaben sind. Den Schwerpunkt "Instant-Server" bringt die aktuelle Ausgabe von c't (ab Montag, den 5. Februar, im Handel):

  • Alles inklusive, Linux-Server-Lösungen für kleinere Netze, c't 4/07, S. 88
  • Äpfel und Äpfel, ClarkConnect, Collax Business Server und SME Server im Vergleich, c't 4/07, S. 90
  • Server-Bauplan, Einrichten des eigenen Servers, c't 4/07, S. 98
  • Expertensystem, Collax Business Server konfigurieren, c't 4/07, S. 100
  • Betreutes Wohnen, Loslegen mit ClarkConnect Community, c't 4/07, S. 102
  • Einfach, aber ausbaufähig, SME Server 7.1 einsetzen und erweitern, c't 4/07, S. 104

Die verschiedenen Linux-Systeme zum Aufbau eines Small Business Servers befinden sich auf der Heft-DVD von c't 4/07. Zusätzlich gibt es die aktuelle Ausgabe der c't-Software-Kollektion: Texten, kalkulieren, präsentieren, übersetzen, suchen ... die Heft-DVD enthält für alle Büroaufgaben die passende Software parat, von der einfachen Adressverwaltung bis zum kompletten Office-Paket. Der Workshop ab Seite 182 bietet einen Einstieg in die Vektorgrafikgestaltung; geeignete Programme für Windows, Mac OS und Linux sowie eine Font-Sammlung finden sich ebenfalls auf der DVD, zusätzlich gibt es weitere Einführungsartikel im Heft:

  • Programme fürs (Home) Office, c't 4/07, S. 126
  • Erweiterungen für OpenOffice, c't 4/07, S. 136
  • Von der Idee zum professionell gestalteten Dokument, c't 4/07, S. 138
  • Dateiablage und Desktop-Suche, c't 4/07, S. 142
  • Ambitioniertes Grafikdesign, c't 4/07, S. 182

(jk)