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VDI warnt vor IT-Fachkräfte-Mangel

Willi Fuchs, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure, rechnet mit einem Mangel von 4000 und mehr Fachkräften in der IT-Branche.

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Von
  • Torge Löding

"Der Mangel an Hochqualifizierten in den Berufszweigen Informatik, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Mathematik muss aktiv angegangen werden", forderte Willi Fuchs, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) am Vortag der CeBIT in Hannover. Er bilanzierte, dass die Absolventenzahlen in Deutschland rückläufig seien, im Gegensatz zu anderen Staaten der EU. "In diesen Berufszweigen liegen aber die Arbeitsplätze der Zukunft. Wir gehen heute von einem IT-Fachkräfte-Mangel in Höhe von 4000 aus, Tendenz steigend. Das könnte mittel- und langfristig zu einem Standortnachteil in Deutschland führen", sagte der Funktionär. Damit stieß er in das gleiche Horn wie Bitkom-Präsident Willi Berchtold, der auf der Pressekonferenz seines Verbandes forderte, dass man sich in Deutschland auch langfristig Gedanken machen müsse über die IT-Fachkräfte, die im Jahr 2010 und später fehlen könnten.

Nur acht pro tausend Einwohner im Alter von 20 bis 29 Jahren absolvieren hierzulande erfolgreich einen Studiengang in einem IT-relevanten Fach, heißt es vom VDI. Damit liege Deutschland hinter Irland, Frankreich, England, Litauen und Spanien. "Ein Elektrotechnikstudium beginnen lediglich zwei Prozent der Studienberechtigten. In den Fächern Mathematik und Informatik sind es zwar vier Prozent, was im Hinblick auf die heutige und zukünftige Relevanz dieser Technologie aber eindeutig zu wenig ist", sagte VDI-Präsident Fuchs. Er forderte Politik, Hochschulen und Unternehmen auf, diesen Trend zu stoppen und umzudrehen. (tol)