Intershop weiter in den roten Zahlen
Auch der Umsatz entwickelt sich bei dem E-Commerce-Softwarehersteller schwach. Nach der Schrumpfkur der vergangenen Jahre beschäftigt Intershop noch 220 Angestellte.
Der angeschlagene Software-Anbieter Intershop schreibt weiter rote Zahlen bei schwachen Umsätzen. Im dritten Quartal wurde ein Nettoverlust von 1,5 Millionen Euro verbucht, berichtete die Intershop AG am Donnerstag. Im Vorjahreszeitraum betrug das Minus noch 1,8 Millionen Euro. Der Umsatz sank im Vergleich zum dritten Quartal 2004 von 4,1 auf 3,9 Millionen Euro. Die Intershop-Aktie verlor an der Börse in Frankfurt fast sieben Prozent und notierte bei 1,20 Euro.
Das einstige Vorzeigeunternehmen der ostdeutschen Gründerszene hatte sich Mitte Oktober rund 4,3 Millionen Euro über eine erneute Kapitalerhöhung beschafft. Die finanzielle Situation habe sich damit weiter entspannt, sagte Vorstandschef Jürgen Schöttler. "Ziel ist es nicht, das Geld einfach zu verbrauchen." Eine Geschäftsprognose für das gesamte Jahr wollte er nicht abgeben.
Nach neun Monaten verbuchte Intershop einen Umsatz von rund 12,5 Millionen Euro nach 13,2 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Verlust sank von 4,7 auf rund 3,6 Millionen Euro. Trotz der Fortschritte bei der Kostensenkung sei "noch nicht der Erfolg eingetreten, an dem wir arbeiten", sagte Schöttler. Er rechne jedoch mit einem Aufwärtstrend im vierten Quartal. Mehrere größere Projekte seien in Verhandlung. Zudem sei die Vertriebsorganisation gestärkt worden. Per Ende September verfügte die Firma über frei verfügbare Mittel in Höhe von 5,0 Millionen Euro.
Intershop ist auf E-Commerce-Programme spezialisiert. Ende des Jahres soll eine weiterentwickelte Software auf den Markt kommen, kündigte der Vorstand an. Nach der Schrumpfkur der vergangenen Jahre beschäftigt Intershop noch 220 Angestellte. (dpa) / (jk)