Red Hat Enterprise MRG 2.1 mit Echtzeit-Kernel 3.0

Die neueste Version des auf Messaging-, Realtime- und Grid-Eigenschaften optimierten RHEL-Aufsatzes setzt den kürzlich freigegeben Linux-Kernel 3.0-rt ein.

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Von
  • Thorsten Leemhuis

Red Hat hat die Version 2.1 von Red Hat Enterprise MRG (Messaging, Realtime und Grid) veröffentlicht. Die Software optimiert Red Hat Enterprise Linux (RHEL) in Hinblick auf Echtzeit-, Messaging- und Cluster-Eigenschaften; die Software finden unter anderem im Finanzsektor Verwendung, wo solche Funktionen zum Abarbeiten vieler Transaktionen mit verlässlichen Antwortzeitzeiten wichtig sind.

Mit dieser Version schwenkt Red Hat auf einen Linux-Kernel um, der auf Linux 3.0-rt basiert – eine von den Entwicklern des RT-Tree im Hinblick auf Echtzeit-Einsatz optimierte Linux-Version. Die Kernel-Entwickler stufen sie seit November als reif für den Produktionseinsatz ein und wollen sie zwei Jahre lang pflegen.

Das "Grid Aviary API" beherrscht nun SSL, der Grid Scheduler HA (High Availability). Eine Performance-Analyse im laufenden Betrieb soll Version 2.1 weniger stören. Die Messaging-Komponente soll IPv6 unterstützen und kann mit Microsoft Visual Studio 2010 und den JBoss-Produkten Enterprise SOA und Application Platform zusammenarbeiten. Sie ist allerdings noch nicht erhältlich.

Red Hat Enterprise MRG 2.1 ist auf den Einsatz mit RHEL 6.2 und später optimiert, kann aber auch auf RHEL 5.7 aufsetzen. Die Release Notes erläutern die Neuerungen detailliert. (thl)