Red-Hat-Chef plädiert für freie Open-Source-Entwicklung
Matthew Szulik, Chief Executive Officer des Linux-Distributors, hält die angeblichen Kontrollversuche der Industrie über die Entwicklung von Open-Source-Projekten für falsch.
"Unternehmen, die sich nicht an die Ideen der GPL halten oder patentfreie Software nicht befürworten, verstoßen gegen das Konzept von Open Source und behindern Innovationen." Dies sagte Matthew Szulik, Chief Executive Officer (CEO) des Linux-Distributors Red Hat, laut eines Berichtes auf The Register auf der IT-Manager-Konferenz Vortex05. Nach seiner Auffassung sei es falsch, wenn Firmen wie Red Hat glauben, sie könnten die Entwicklung der Open-Source-Community kontrollieren. Red Hat sei davon abgekommen und unterstütze nun verstärkt die Beiträge zur Entwicklung von Red Hat Linux durch das Fedora-Projekt. Matthew Szulik glaubt, nur so sei die Entstehung einer "kritischen Masse" für Red Hat Linux und der darin enthaltenen Innovationen möglich gewesen.
Wichtig sei es auch, dass Unternehmen nicht gegen die Idee der GNU Public License (GPL) verstoßen, indem sie beispielsweise Open-Source-Produkte lediglich mit einer eigenen proprietären Hülle versehen und so letztlich doch die Kontrolle darüber ausüben. "Es beginnt bei der API und geht weiter beim Content. Stellen Sie sich den Windows Media Player in Firefox eingebettet vor. Woher kommen Innovationen in einer Welt, in der Applikations-Interaktion die Regel ist? Und wem gehören sie?", gab Matthew Szulik zu bedenken. (cr)