Gartner: IT-Budgets hinken der Umsatzentwicklung hinterher

In welchem Maße Unternehmen ihre IT-Ausgaben an der Umsatzentwicklung ausrichten, hängt Gartner zufolge entscheidend von der Kommunikation zwischen Management und IT-Verantwortlichen ab.

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Bei den Ausgaben für die IT wird eher gespart als neu investiert, auch wenn die Umsätze insgesamt steigen und das Unternehmen wächst. Eine weltweite Analyse der Marktforscher von Gartner bei mehr als 900 Unternehmen und Organisation zeigt in diesem Zusammenhang jedoch branchenabhängige Unterschiede auf. So passen Unternehmen, die in der Informationstechnologie tätig sind, ihr IT-Budget sehr genau an die Umsatzentwicklung ihrer Geschäftstätigkeit an.

IT-Unternehmen gaben in der Studie beispielsweise an, bei einer prognostizierten Umsatzsteigerung von 10 Prozent im kommenden Jahr das IT-Budget um 5,1 Prozent anheben zu wollen. Versorgungsunternehmen dagegen würden in der gleichen Situation nur 3,89 Prozent mehr in ihre IT investieren. Auf einen Umsatzrückgang von 5 Prozent würden sie jedoch mit einer Kürzung des IT-Budgets um 5,21 Prozent reagieren.

Gartner zufolge resultiert dieses abweichende Verhalten nicht nur aus der unterschiedlichen Bedeutung, die Unternehmen einzelner Branchen ihrer IT beimessen, sondern vielmehr aus der jeweiligen Kommunikation zwischen der Firmenleitung und den IT-Verantwortlichen. Je intensiver und häufiger diese Managementebenen miteinander über Budgets diskutieren, desto enger orientieren sich die IT-Investitionen an der Umsatzentwicklung des Unternehmens, stellt Gartner fest.

Die Studie zeigt, dass insbesondere der Öffentliche Sektor häufig nur unangemessen mit der Budgetplanung reagiert. Selbst bei einem um 5 Prozent verringerten Haushalt würden Behörden ihr IT-Budget noch um mehr als 1 Prozent erhöhen. Von den 20 Branchen/Kategorien, die Gartner untersucht hat, zeigt sich keine andere in einer solchen Situation derart ausgabefreudig. Tendenziell hinken die Investitionen in die Informationstechnologie aber hinter der Umsatzentwicklung der Unternehmen her, resümieren die Marktforscher. (map)