Ex-US-Vizepräsident Al Gore drängt IT-Unternehmen zum Klimaschutz
In einer Rede hat der ehemalige Vizepräsident der USA, Al Gore, Vertreter von IT-Unternehmen des Silicon Valley dazu aufgefordert, mehr zum Klimaschutz beizutragen.
In Zusammenhang mit dem jüngst erschienenen, Besorgnis erregenen Klimabericht der Vereinten Nationen hat der ehemalige Vizepräsident der USA, Al Gore, an IT-Unternehmen appelliert, verstärkt zum Klimaschutz beizutragen. In einer Rede vor Vertretern von Firmen aus dem Silicon Valley meinte er, dass speziell IT-Unternehmen einen beispiellosen Beitrag zum Klimaschutz leisten könnten. Zwar würden sie schon seit geraumer Zeit daran arbeiten, beispielsweise energiesparende Prozessoren mit geringerem Wärmeausstoß zu entwickeln, die Fertigungsprozesse zu optimieren und alte Computer der Wiederverwertung zuzuführen, doch könnte noch wesentlich mehr getan werden.
So ist Energiesparen neuerdings ein Thema bei der Datenübertragung per Ethernet: Nachdem die meisten heute ausgelieferten PCs und Laptops mit einer Gigabit-Ethernet-Karte ausgerüstet sind, die volle Bandbreite während des Betriebes aber selten dauerhaft ausgenutzt wird, sucht eine Gruppe des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) derzeit nach einem Weg, um die sogenannte Auto Negotiation zu optimieren. Hierbei handeln angeschlossene Computer untereinander die richtige Übertragungsgeschwindigkeit aus.
Geht es nach den Plänen der Studiengruppe EEE (Energy Efficient Ethernet) des IEEE, soll im Idealfall ein beschäftigungsloses System beispielsweise nur 10 MBit/s, bei der E-Mail-Kommunikation 100 MBit/s und erst beim Download großer Dateien oder dem Streamen von Videos die vollen 1000 MBit/s einer Gigabit-Strippe als Übertragungsgeschwindigkeit aushandeln. Dadurch könnten PCs und Laptops kräftig Energie sparen. Forscher schätzen, dass US-Unternehmen dank einer solchen Ethernet-Technik 450 Millionen US-Dollar pro Jahr an Energiekosten einsparen könnten. (boi)