Mobilkom Austria zahlt 10 Millionen Euro für mazedonische Mobilfunk-Lizenz
Der Betrieb eines GSM-Mobilfunknetzes (900 und 1800 MHz) muss innerhalb von sechs Monaten aufgenommen werden.
Mobilkom Austria hat die Ausschreibung der dritten Mobilfunk-Lizenz der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien gewonnen. Das wurde am heutigen Montag in Wien bekannt gegeben. Die Tochter der Telekom Austria hatte für die zehn Jahre gültige und um weitere zehn Jahre verlängerbare Lizenz zehn Millionen Euro geboten. Nun werden Verhandlungen zum Abschluss des Lizenzvertrages aufgenommen.
Der Betrieb eines GSM-Mobilfunknetzes (900 und 1800 MHz) muss innerhalb von sechs Monaten aufgenommen werden. Zu drei Terminen müssen bestimmte Ausbaustufen erreicht werden, spätestens nach 48 Monaten 90 Prozent der gut zwei Millionen Einwohner an ihrem Wohnsitz mit dem neuen Netz telefonieren können.
Das Engagement in Mazedonien könnte allerdings von kurzer Dauer sein. In Österreich und Griechenland wird seit Wochen über eine Beteiligung der teilstaatlichen Telekom Austria an der ebenfalls teilstaatlichen griechischen OTE spekuliert. OTE ist seit 2003 mit einer Mobilfunkgesellschaft in Mazedonien auf dem Markt. Im Falle einer Kapitalverflechtung könnte sich die Mobilkom unter Umständen von ihrem mazedonischen Netz wieder trennen müssen. Dritter Konkurrent in dem Land ist T-Mobile Macedonia.
Die Mobilkom-Austria-Gruppe ist neben Österreich und Liechtenstein in Slowenien, Kroatien jund Bulgarien aktiv, hat im November in Serbien eine Mobilfunklizenz erworben und beteiligt sich auch an einer Ausschreibung im Kosovo. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)