Ein Clip zum Telefonieren und Kommandieren
In einer Konzeptstudie kombiniert Siemens die schnurlose, freihändige Telefonie mit sprachgesteuerter Heimautomation.
In einer Konzeptstudie kombiniert Siemens die schnurlose, freihändige Telefonie mit sprachgesteuerter Heimautomation. Den Com-Badge genannten, noch nicht vollständig ausgereiften Heimfunker wird es voraussichtlich in zwei Versionen geben: Die eine wird man wie den Enterprise-Communicator am Revers oder an der Hemdtasche anheften und die größere wird sich unter dem Hemdkragen um den Hals herumschmiegen.
Siemens sieht den Com-Badge beim Abruf neuer Nachrichten vom Anrufbeantworter, beim elektronischen Öffnen der Haustür und natürlich bei der Schnurlos-Telefonie im Einsatz. So wird man sich beim Telefonieren überall im Haus bewegen, beide Hände frei haben und dennoch erstklassige Klangqualität genießen können, meinen die Entwickler. Als Schnurlos-Funk wollen sie in den Seriengeräten vermutlich nur Bluetooth verwenden, wenngleich auch Prototypen mit DECT gebaut worden sind.
Geeignete Basisstationen sind Gigaset-Telefonanlagen mit Bluetooth, aber auch Auto-Freisprecheinrichtungen, sodass Com-Badge den praktischen, aber Segelohr-fördernden Bluetooth-Headsets vermutlich Marktanteile streitig machen dürfte. Die Com-Badge-Väter sehen die Chancen optimistisch, denn da der Siemens-Funker mehr wiegen darf als Headsets, kann man ihn mit größerem Akku ausrüsten und so nicht nur Bluetooth-Module mit höherer Sendeleistung zwecks größerer Reichweite implementieren (bis zu 100 Meter gegenüber maximal 10 Metern bei Headsets), sondern auch einen Lautsprecher mit "ordentlichem" Schalldruck und gehobener Sprachqualität einsetzen.
Wann das Gerät auf den Markt kommt, ist noch offen; man tüftelt noch an der Güte der Echo-Unterdrückung. Com-Badge-Prototypen sind auf der CeBIT im Pavillon 32 zu sehen. Zutritt gewähren die Münchener dort nur Geschäftskunden. (dz)