Bundesnetzagentur senkt Preise für T-DSL-Datendurchleitung
Die Bundesnetzagentur hat die Preise für das Netzzusammenschaltungs-Produkt T-DSL-ZISP um 6 Prozent abgesenkt.
Die Angst vor höheren Preisen für DSL-Zugangstarife dürfte nun vom Tisch sein: Die Bundesnetzagentur hat die Preise für die DSL-Zuammenschaltungs-Variante ZISP, die die Provider an die T-Com für die Nutzung der Infrastruktur zahlen müssen, von 0,52 auf 0,49 Euro je Kapazitätseinheit von 10 kBit/s gesenkt, das entspricht einer Preissenkung von rund 6 Prozent. Die Berechnung des Entgelts erfolgt nach tatsächlich belegter Bandbreite, indirekt wird also nach Volumen abgerechnet.
Beim ZISP-Modell nutzt der jeweilige Anbieter das Netz der T-Com lediglich zur Weiterleitung der Daten vom jeweiligen DSL-Anschluss an den nächsten Übergabepunkt zum eigenen Backbone. Die meisten großen Provider sind von der Nutzung des kompletten T-Com-Backbones auf dieses Modell umgestiegen, um die Kosten zu senken. Über fallende Preise wurde dieser Vorteil an den Kunden weitergegeben. Angesichts der derzeit geringen Margen im Zugangsgeschäft ist allerdings nicht davon auszugehen, dass die Entscheidung der Bundesnetzagentur zu einer weiteren Preissenkung bei den DSL-Zugangstarifen führt. (uma)