Erste Verhandlungen über Sozialplan für teleservice-Mitarbeiter
Der Medien-Dienstleister Arvato hat Eckpunkte eines Sozialplans für die von Entlassung bedrohten teleservice-Mitarbeiter vorgestellt. IG Metall und Betriebsrat ging das Angebot aber offenbar nicht weit genug.
Die ersten Verhandlungen über einen Sozialplan für die von Entlassung bedrohten Mitarbeiter des Flensburger Unternehmens Arvato-teleservice sind am heutigen Donnerstag ohne Ergebnis geblieben. Der Medien-Dienstleister Arvato, der zum Bertelsmann-Konzern gehört, habe Gründe für die weitgehende Betriebsschließung und Eckpunkte für einen Sozialplan präsentiert, teilte die Gewerkschaft IG Metall am Donnerstag mit. Das Angebot habe jedoch nicht den Vorstellungen des Betriebsrats und der IG Metall entsprochen. Arvato will den Reparaturbetrieb für Handys von teleservice in Flensburg schließen und 86 von 99 Stellen zu streichen.
Die IG Metall hatte angekündigt, hohe Abfindungen und die Gründung einer Transfergesellschaft mit Geld für Weiterbildungsmaßnahmen aushandeln zu wollen. Vorbild ist die Einigung mit Motorola, das im Zuge der Verlagerung der UMTS-Handyproduktion nach Asien rund 230 Flensburger Mitarbeiter entlässt. Die IG Metall, Motorola und dessen Betriebsrat hatten sich in der vergangenen Woche auf einen Sozialplan für den Abbau von Arbeitsplätzen geeinigt. Demnach erhalten die entlassenen Motorola-Mitarbeiter ein Jahr lang 80 Prozent ihres Nettogehalts. Die Verhandlungen zwischen Arvato und der IG Metall sollen am kommenden Dienstag fortgesetzt werden. (pmz)