Bericht: Opera-Chef kommt Entlassung zuvor

Opera-CEO Jon von Tetzchner soll norwegischen Zeitungsberichten zufolge drei Aufsichtsratsmitglieder vor die Tür gesetzt haben, die sich für einen Wechsel an der Unternehmensspitze stark gemacht hatten.

vorlesen Druckansicht 164 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

An der Spitze des norwegischen Browser-Herstellers Opera herrscht Unruhe. Norwegischen Zeitungsberichten zufolge ist CEO und Gründer Jon von Tetzchner einem vom Aufsichtsrat betriebenen Rausschmiss zuvorgekommen und hat drei der Aufseher vor die Tür gesetzt. Die drei rebellischen Aufsichtsräte machen sich den Berichten zufolge langsam Sorgen um den Aktienkurs des Unternehmens. Seit der Höchstnotierung im März vergangenen Jahres habe das Papier bis heute rund 60 Prozent an Wert verloren.

Aufsichtsrat und Aktionäre wollten nun langsam positive Ergebnisse sehen, heißt es weiter. Opera ist mit Handy-Browsern zwar recht erfolgreich, hinkt auf dem Desktop der Konkurrenz aber hinterher. Der wachsende Unmut der Teilhaber habe Aufsichtsratschef Nils Foldal und zwei weitere Mitglieder des Gremiums jetzt bewogen, einen Wechsel an der Spitze des Unternehmens anzustreben.

CEO Tetzchner warf dem Bericht zufolge seine 15 Prozent Anteile in die Waagschale und habe mit der Unterstützung der Witwe des im März 2006 verstorbenen Mitgründers Geir Ivarsøy die Demission der drei kritischen Aufseher veranlasst und eine Neubesetzung des Aufsichtsrates vorgeschlagen. (vbr)