Microsoft reicht Klage gegen Software-Fälscher ein
In den USA hat der Redmonder Konzern Klage gegen 26 Händler von mutmaßlich illegaler Software eingereicht. Microsoft wolle damit sein geistiges Eigentum schützen und Kunden vor dem Kauf gestohlener oder gefälschter Software bewahren.
Im Rahmen seiner Genuine Software Initiative, die Microsoft im März dieses Jahres gestartet hatte, reicht der Konzern nun Klage gegen Händler von illegalen Kopien seiner Produkte ein. In den USA geht Microsoft gerichtlich gegen 26 Unternehmen vor, die gefälschte oder gestohlene Versionen von Windows XP Professional sowie Office Professional 2003 und anderen Anwendungen in Verkehr gebracht haben sollen. Eine detaillierte Liste mit den Namen der angeklagten Firmen sowie Informationen zu den Hintergründen der Initiative listet Microsoft auf seinen Webseiten.
Der Software-Konzern will ein Signal im Kampf gegen illegale Softwarekopien setzen und sein geistiges Eigentum sichern. Microsoft betrachtet sein Engagement aber auch als nachhaltige Maßnahme zum Schutz von Verbrauchern und Fachhandelspartnern vor den Machenschaften Krimineller. Dabei erhält das Unternehmen Schützenhilfe von Händlern, die sich über den unfairen Wettbewerb durch illegale Software beschweren und daher das rigorose Vorgehen von Microsoft begrüßen.
Die 26 jetzt angeklagten Handelsfirmen habe Microsoft größtenteils durch Testkäufe ausfindig gemacht. Außerdem seien über die Anti-Piracy-Hotline Beschwerden von Verbrauchern eingegangen. Mit der Echtheitsprüfung WGA setzt Microsoft zudem die Anwender illegaler Kopien von Windows XP unter Druck. Bei der WGA-Notfication fordert gar ein regelmäßiger Hinweis die Nutzer einer nach Ansicht Microsofts illegalen Windows-Kopie auf, eine rechtmäßige Version von Windows zu installieren. (map)