Level 3 und Cogent begraben das Kriegsbeil
Nach wochenlangem Ringen haben sich die groĂźen IP-Carrier Level 3 und Cogent auf einen neuen Peering-Vertrag geeinigt.
Nach wochenlangem Ringen haben sich die groĂźen IP-Carrier Level 3 und Cogent geeinigt. Die Gefahr, dass die beiden Unternehmen ihre Backbones endgĂĽltig voneinander abschotten, scheint vom Tisch. Ein "modifiziertes" Peering-Abkommen sorge ab sofort dafĂĽr, dass die beiden Carrier-Netzwerke weiterhin IP-Daten austauschen, teilten die beiden Global Player mit.
Level 3 hatte Anfang Oktober dieses Jahres alle Peering-Verbindungen zum Konkurrenten Cogent gekappt (Depeering), weil dieser entgegen der Vereinbarung wesentlich mehr IP-Traffic ins Level-3-Netz eingespeist haben soll als umgekehrt. Kunden beider Carrier waren von der Netztrennung betroffen; sie konnten Hosts im jeweils anderen Netz nicht mehr erreichen, sofern sie nicht noch Leitungen bei anderen Service Providern einkaufen. Am 10. Oktober schaltete Level 3 daraufhin die Peering-Verbindung befristet bis zum 9. November wieder auf.
Diese Frist bestehe jetzt nicht mehr, betonte der Carrier. Über die Art des Agreements vereinbarten beide Seiten strenge Geheimhaltung. Auf jeden Fall handelt es sich nicht mehr -- wie sonst üblich -- um einen in jedem Fall kostenneutralen Peering-Vertrag. Andere Groß-Carrier dürften aufhorchen: "Das modifizierte Peering-Abkommen umfasst Zugeständnisse beider Seiten, was die Charakteristik und das Volumen des ausgetauschten Datenverkehrs angeht", heisst es in der Mitteilung. "Spezielle Zahlungen" fallen demnach an, wenn einer der beiden Carrier diesen festgelegten Rahmen sprengt. (hob)