China: Höhere Steuern auf LCD-Panels möglich

China will möglicherweise den Zoll auf die Einfuhr von LCD-Panel erhöhen. Statt bislang 3 Prozent könnten es bis zu 10 Prozent werden. Ein weiterer Anreiz für die etablierten Panelhersteller, vor Ort Fabriken zu bauen.

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China will möglicherweise die Einfuhrsteuer auf LCD-Panels erhöhen. Wie Digitimes berichtet, will das Land den Einfuhrzoll auf Flüssigkristalldisplays von jetzt 3 Prozent in der zweiten Jahreshälfte um 3 bis 5 Prozent anheben. Damit könnte die Regierung die eigene Wirtschaft stärken. Wenn die Serienproduktion von LCDs im eigenen Land angezogen ist, stehen womöglich weitere Erhöhungen ins Haus: Eine Verdoppelung auf 8 bis 10 Prozent sei durchaus möglich, glaubt die chinesische Consulting-Gruppe AVC (All View Consulting).

Alle großen Displayhersteller betreiben in China Panelfabriken oder wollen welche bauen. Da das riesige Land eine ebenso riesige potenzielle Käuferschaft besitzt, ist der theoretisch mögliche Fernsehverkauf enorm. Durch Fabriken vor Ort umgehen die etablierten Displayhersteller zum einen die Zölle und zugleich die teuren und zeitintensiven Transporte aus Korea, Japan oder Taiwan nach China.

Allerdings erlauben die chinesischen Gesetze ausländischen Unternehmen derzeit lediglich Kooperationen mit chinesischen Produzenten und keine komplett eigenen Firmen. Deshalb mussten sich Samsung, LG & Co. Partner vor dem Bau ihrer Panelfabriken chinesische Partner suchen, die mindestens 51 Prozent der Anteile halten. (uk)