Novell: Geronimo statt JBoss

Novell verwendet im neuen Suse Linux Enterprise 10 den Application Server Geronimo des Apache-Projektes. Der bislang bevorzugte JBoss gehört nicht mehr zum Lieferumfang, wird aber weiterhin unterstützt.

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Von
  • Oliver Diedrich

Novell setzt in der Anfang der Woche erschienenen Version 10 seiner Unternehmens-Distribution Suse Linux Enterprise Server auf den Application Server Geronimo des Apache-Projekts. Der in der Vorgängerversion SLES 9 noch verwendete JBoss-Server wird nicht mehr mitgeliefert. Allerdings will Novell weiterhin technischen Support für JBoss anbieten.

Bereits Ende letzten Jahres hatte Novell im Rahmen einer strategischen Zusammenarbeit mit IBM angekündigt, den von Big Blue favorisierten Geronimo zu unterstützen. Allerdings erklärte das Unternehmen auch nach der Übernahme von JBoss durch den Konkurrenten Red Hat, weiterhin dem prominenten Application Server treu bleiben zu wollen. Red Hat hat mittlerweile den früher bevorzugten eigenen Application Server auf Basis von Jonas zugunsten von JBoss aufgegeben.

Novell erklärte dazu, in Zukunft werde es mit JBoss und Geronimo zwei große Java-Plattformen im Linux-Markt geben. Als Grund für den Verzicht auf JBoss nannte das Unternehmen Lizenzänderungen bei JBoss, ohne dabei jedoch auf Details einzugehen. Der JBoss Application Server steht wie die gesamte JBoss Enterprise Middleware Suite (JEMS) unter der LGPL. (odi)