US-Behörden bekommen bevorzugt Software-Patches von Microsoft
Die Air Force nimmt am externen Beta-Programm für Patches teil. Sicherheitslücken sollen dadurch bei US-Regierungsbehörden schneller gestopft werden.
Microsoft will künftig US-amerikanische Regierungsbehörden mit neuen Patches für seine Software beliefern, noch bevor sie für die Allgemeinheit zugänglich sind. Das berichtet das Wall Street Journal. Laut Plan sei für Ende des Jahre vorgesehen, dass die Air Force Software-Updates 30 Tage vor der regulären Veröffentlichung erhält und testet. Das Department of Homeland Security werde ein besonders wachsames Auge auf neue Sicherheitslücken haben, diese anderen Behörden melden und Updates zukommen lassen.
Die Air Force wird an Microsofts Security Update Validation Program teilnehmen, einem externen Beta-Programm für Patches, das im Januar bekannt geworden ist. Die US-Luftwaffe hatte im vergangenen Jahr einen Software-Vertrag über 500 Millionen US-Dollar mit Microsoft geschlossen, zitiert der Bericht den Microsoft-Manager Curt Kolcun. Die Regierungsbehörden hoffen, dass durch die Testläufe bei der US-Luftwaffe die Zeit bis zur Implementation von Patches erheblich verkürzt werde.
Normalwerweise dauere es durchschnittlich 89 Tage bei der Air Force, bis alle 700.000 Desktops und Laptops mit Patches versorgt sind, heißt es weiter in dem Bericht. Ziel sei es, die Zeit so zu verkürzen, dass alle Patches parallel zur Veröffentlichung für die Allgemeinheit eingespielt seien. Auf welchem Weg Microsoft die Patches an die Air Force liefern wird, damit sie vorerst geheim bleiben und nicht in falsche Hände geraten, wurde nicht bekannt. (anw)