Digitale medizinische Nachsorge

Der digitale Patienten-Begleiter digi.Dou des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik könnte künftig einen Teil der medizinischen Nachsorge übernehmen.

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Von
  • Inga Rapp

Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) hat mit digi.Dou einen digitalen Patienten-Begleiter entwickelt, der künftig einen Teil der medizinischen Nachsorge übernehmen könnte. Zum Einsatz soll digi.Dou vor allem bei Patienten kommen, die Unterstützung bei der Änderung ihrer (Ess-)Gewohnheiten benötigen. Der jetzt auf der CeBIT vorgestellte Prototyp (Halle 9, Stand B36) ist für Patienten gedacht, die eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper aufweisen (Adipositas) und richtet sich an Kinder zwischen 9 und 13 Jahren. Eine Version für Erwachsene sei in Arbeit und auch eine spezifische Anpassung an die Bedürfnisse älterer Menschen sei möglich, heißt es beim ISST.

In der aktuellen Version enthält die auf Pocket-PCs lauffähige digi.Dou-Software drei Kernbereiche: ein persönliches Tagebuch, eine Rezeptdatenbank sowie einen Forumsbereich. Im Tagebuch werden Dinge wie die persönliche Stimmung oder der Umfang körperlicher Betätigung festgehalten. Die Daten lassen sich in einer Fortschrittskurve visualisieren und die Rezeptdatenbank kann um eigene Einträge ergänzt werden. Das Forum dient dem Austausch mit anderen Patienten. Ärzte und Therapeuten haben die Möglichkeit, die Software über die serverseitige Service-Station im Krankenhaus und ein Webinterface individuell den Bedürfnissen der Patienten anzupassen. (Inga Rapp) / (pmz)