Lenovo steigert Umsatz und Gewinn
Der chinesische PC-Hersteller erzielte im vergangenen Quartal einen Nettogewinn von umgerechnet 38 Millionen Euro.
Der chinesische PC-Hersteller Lenovo hat im vergangenen Quartal, das mit dem September endete, seinen Nettogewinn gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 22 Prozent auf 354 Millionen Hongkong-Dollar (38 Millionen Euro) gesteigert. Die Analysten sind aber laut Medienberichten mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Nach der Ende April abgeschlossenen Übernahme der PC-Sparte von IBM, die sich hier erstmals über ein gesamtes Quartal in der Lenovo-Bilanz auswirkt, hätte nach ihrer Meinung der Gewinn höher ausfallen sollen.
Der Umsatz betrug 28,5 Milliarden Hongkong-Dollar (3,06 Milliarden Euro) und vervierfachte sich somit. Lenovo profitierte dabei nach eigenen Angaben von einem Wachstum auf dem PC-Markt gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent. Als besonders gefragte Modelle in seiner Produktpalette führt Lenovo den Tablet PC ThinkPad X41 und die Desktop-PC-Reihe ThinkCentre an. CFO Mary Ma zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. "Die neue Lenovo beginnt, ihr Potenzial zu nutzen. Aber wir haben noch viel zu tun."
Bis auf Naher Osten/Europa/Afrika (EMEA) seien alle geografischen Regionen profitabel. In Asien/Pazifik setzte Lenovo 3,4 Milliarden Hongkong-Dollar um, der operative Gewinn betrug mit 99 Millionen Hongkong-Dollar. In Amerika betrug der Umsatz 9,1 Milliarden Hongkong-Dollar bei 215 Millionen Hongkong-Dollar Gewinn. In EMEA setzte Lenovo 5,8 Milliarden Hongkong-Dollar um und erwirtschaftete einen operativen Verlust von 68 Millionen Hongkong-Dollar. Vor diesem Hintergrund sagte vor kurzem Lenovos Deutschland-Chef Marc Fischer, sein Unternehmen werde im laufenden Quartal erstmals auch PCs für Kleinbetriebe auf den Markt bringen. (anw)