Hochverfügbare Server als virtuelle Maschinen
Stratus stellt eine billigere Version der High-Availability-Software-Lösung Avance vor, die auf kleine und mittlere Unternehmen zielt.
Die Firma Stratus bietet schon seit Jahren fehlertolerante Server an, die eine Verfügbarkeit (High Availability/HA) von 99,999 Prozent der Betriebszeit erreichen sollen. (Update:) Fehlertoleranz lässt sich nur mit vergleichsweise teurer Hardware realisieren, hohe Verfügbarkeit aber auch mit Software – etwa indem virtuelle Maschinen (VMs) via LAN synchronisiert werden und bei Fehlern das jeweils nicht betroffene System weiterarbeitet (Failover). (/Update)
Eine solche Lösung, die auf "Bare Metal"-Hypervisoren setzt, offeriert Stratus mit Avance. Deren auf bestimmte Hardware-Ausstattung eingeschränkte Version Avance Foundation soll mit einem Preis von 2380 Euro auch für kleinere Firmen interessant sein, die möglichst zuverlässige Server benötigen. Avance Foundation erreicht laut Hersteller 99,99 Prozent Verfügbarkeit (Klasse 4) und soll ab Ende Februar über Handelspartner von Stratus zu haben sein, etwa vorinstalliert auf Servern von Tarox oder Wortmann. Stratus stellt im Planet Reseller in der CeBIT-Halle 15 an Stand F69 aus.
Stratus Avance Foundation stellt eine oder zwei VMs bereit und ist auf Server-Hardware beschränkt, die einen einzelnen Prozessor und maximal 8 GByte Hauptspeicher besitzt. Als Betriebssysteme in den VMs kann man Windows Server 2003, 2008 und sogar noch Windows 2000 Advanced Server installieren, außerdem Red Hat Enterprise Linux oder CentOS. Als Hauptprozessor muss ein Intel Xeon mit VT-x zum Einsatz kommen und auch an RAID-Hostadapter sowie Netzwerkkarten stellt Stratus Avance Foundation besondere Ansprüche (PDF-Datei) – es ist daher ratsam, vorkonfigurierte Server zu kaufen.
HA-Kombinationen von VMs verkaufen auch andere Firmen, etwa VMware (Fault Tolerance) oder Sios (SteelEye). Zudem können erfahrene Administratoren Failover-Systeme auch mit kostenloser Software einrichten. (ciw)