Bericht: Olympus' Ex-Topmanager verhaftet
Er soll der zentrale Drahtzieher hinter dem Bilanzbetrug sein: Der frĂĽhere Firmenpatriarch Kikukawa sowie sechs weitere Olympus-Mitarbeiter wurden festgenommen, berichten japanische Medien.
Im Zusammenhang mit dem Milliarden-Bilanzbetrug beim japanischen Kamerahersteller Olympus haben die Ermittler den früheren Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa sowie sechs weitere Personen festgenommen. Das berichteten japanische Medien am Donnerstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Der langjährige Firmenpatriarch Kikukawa (70) steht im Verdacht, der zentrale Drahtzieher des Bilanzbetrugs zu sein. Er hatte bereits im Oktober des vergangenen Jahres seinen Posten als Verwaltungsratschef geräumt.
Über Jahre hinweg wurden bei Olympus offenbar mit Hilfe aufgeblähter Übernahmedeals Verluste von insgesamt 134,8 Milliarden Yen (etwa 1,38 Mrd. Euro) verschleiert. Neben Kikukawa wurden auch Vizepräsident Hisashi Mori und Buchprüfer Hideo Yamada verhaftet. Bei den anderen Inhaftierten handelt es sich um frühere Mitarbeiter von Wertpapierunternehmen, die das Management von Olympus bei dem Bilanzbetrug beraten haben sollen.
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