SSDs auf dem Weg zum Massenprodukt
Es könnte fast nicht besser laufen: Die Absatzzahlen steigen kontinuierlich. Die Verfügbarkeit ist bis auf einige Ausreißer gegeben und dies zu stabilen Preisen, mit leicht fallender Tendenz. SSDs sind für den Handel zu einem interessanten Umsatzträger geworden.
Der Fachhandel kann bei SSDs auf stabile Preise setzen und profitiert von einer relativ guten VerfĂĽgbarkeit und Nachfrage.
Im Schnitt hält der HEK für Solid-State Disks (SSDs) in den letzten Wochen ein stabiles Niveau. Im Detail zogen die Kurse Anfang Januar leicht an, ließen dann aber wieder etwas nach. Tendenziell nähern sich die Laufwerkspreise wieder den Werten der KW 2 an. Als Ausreißer gelten beispielsweise Kingstons HyperX-Drives, die gegenüber der KW 4 um bis zu 17 Prozent günstiger geworden sind. Die KC100-Serie kaufen Reseller um bis zu neun Prozent preiswerter. Ähnlich verhält es sich bei Samsungs 830er-Reihe, die zwischen drei und sieben Prozent weniger kostet. Nach oben ging es mit der Kingston SV100S2 mit 64 GByte, die von zirka 80 auf fast 93 Euro steigt und die Corsair Force3 mit 240 GByte, die um rund 18 Prozent teurer wurde.
Im heise resale Preisradar klettert der durchschnittliche Angebotspreis im Onlinehandel für Festplatten und SSDs wieder deutlich nach oben und beträgt in der KW 7 nicht ganz 125 Euro (brutto). Im Wochenvergleich ist dies ein Anstieg von fast elf Prozent. Die meistgesuchte SSD ist weiterhin die Crucial M4 CT128M4SSD2 mit 128 GByte. Kostete diese in der KW 4 im Schnitt noch 152,60 Euro, beginnt der Endkundenpreis nun bereits bei 140,59 Euro. Ebenfalls gesucht sind Samsungs Upgrade-Kit mit 128 GByte aus der SSD-830-Serie (165,39 Euro), das 64-GByte-Drive Crucial M4 CT064M4SSD2 (79,60 Euro) sowie die OCZ Agility 3 120GB (124,80 Euro).
Verbreitungsgrad steigt im zweiten Halbjahr
Die Prognosen für den SSD-Markt 2012 sind durchweg positiv. 2011 haben sich erstmals neben Enthusiasten auch technisch versierte Verbraucher für die Flash-Produkte interessiert. "Viele haben erkannt, dass eine SSD nicht länger ein Luxusartikel, sondern eine erschwingliche und lohnende Investition ist", meint John Tu, Präsident und Mitbegründer von Kingston Technology. "Dadurch verlängert sich die Lebensdauer von älteren PCs oder Notebooks oder steigt deren Performance. Dass sich die Hersteller aktuell darum bemühen, die magische Marke von einem US-Dollar pro GByte für Flash-Chips zu erreichen, ist ein Durchbruch für SSDs. Wir glauben deshalb, dass wir im zweiten Halbjahr 2012 die Trendwende für die massenhafte Verbreitung der SSDs erleben werden."
Bei der Preisbeobachtung unterstĂĽtzten uns:
Actebis Peacock
B.com Computer AG
CTT AG
Devil AG
Ecom GmbH
Ingram Micro GmbH
Ein Verkaufsargument für den Handel ist laut Tu der höhere ROI in Bezug auf Leistung und Haltbarkeit. "Daher werden sich Firmen mit großer Wahrscheinlichkeit zunehmend für diese Technologie als bevorzugten Upgrade-Pfad entscheiden", erwartet der Kingston-Chef. "Der Unternehmenssektor überdenkt seine Einkaufskriterien und investiert vermehrt in zuverlässigere und längerfristige Lösungen."
Bis auf einzelne Ausreißer wie Kingstons V200-Linie und Intels 710er-Serie sind so gut wie alle Typen herstellerübergreifend gut verfügbar. Aktuell gibt es keine Indizien dafür, dass sich die Lage in den kommenden Wochen ändern sollte. Ab der CeBIT rechnen Experten mit Hinblick auf das Quartalsende mit weiter leicht nachlassenden Kursen. Zudem stehen dann schon bei einigen Herstellern die neuen Produktgenerationen in den Startlöchern. (map)