Computerspielemarkt in Deutschland leicht geschrumpft

1,57 Milliarden Euro wurden 2011 mit Softwareverkäufen und Downloads umgesetzt. Das sind nach Zahlen des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware 1 Prozent weniger als im Jahr 2010.

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Der Computerspielemarkt in Deutschland ist im vergangenen Jahr geschrumpft. Der Umsatz aus Software-Verkäufen ging leicht auf 1,57 Milliarden Euro zurück, wie der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) mitteilte. Damit lag das Minus wie im Jahr zuvor bei rund 1 Prozent. Die Zahl der verkauften Einheiten stieg zwar leicht auf 71,6 Millionen Stück, der Durchschnittspreis fiel aber um 2 Prozent auf 21,99 Euro. Für die Erhebung hatte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 25.000 Verbraucher befragt und die Ergebnisse hochgerechnet.

Weiter auf dem Vormarsch ist der digitale Vertrieb. 27 Prozent aller Titel seien per Download erworben worden, 2010 waren es 24 Prozent, berichtete der BIU. In den jetzt präsentierten Zahlen ist der Umsatz aus Abonnements, Premium-Mitgliedschaften und dem Verkauf virtueller Zusatzinhalte allerdings nicht enthalten – dieses Segment wächst derzeit stark. Die Zahlen dafür will der BIU später vorlegen.

"Nachdem wir bis zum dritten Quartal 2011 noch einen Umsatzrückgang von 5 Prozent beobachten mussten, freuen wir uns vor allem mit Blick auf die Entwicklung in anderen wichtigen Absatzmärkten, in Deutschland das Jahr 2011 stabil abzuschließen", so BIU-Geschäftsführer Maximilian Schenk. Das Weihnachtsgeschäft mit verkaufsstarken Titeln habe für Wachstumsimpulse gesorgt.

Stärkstes Segment waren die Konsolenspiele mit 888 Millionen Euro Umsatz gegenüber 884 Millionen Euro im Vorjahr. Die in Deutschland traditionell beliebten PC-Spiele trugen 445 Millionen Euro bei; 2010 waren es noch 443 Millionen. Der Umsatz mit Spielen für mobile Konsolen und mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer schrumpfte deutlich und lag bei rund 237 Millionen Euro (2010: 264 Mio.). Allerdings erwartet der Verband hier eine Trendwende: Die neuen Mobilkonsolen Nintendo 3DS und Playstation Vita würden für Wachstumsimpulse sorgen, erklärte BIU-Geschäftsführer Maximilian Schenk. (mit Material von dpa) / (anw)