Oracle steht zur JD Edwards-Produktlinie
Der US-Softwareriese Oracle will den Produktnamen JD Edwards (JDE) offenbar wieder nutzen.
Der US-Softwareriese Oracle will den Produktnamen JD Edwards (JDE) offenbar wieder nutzen. Nach der JDE-Übernahme hatte Peoplesoft ursprünglich beschlossen, den Markennamen einzustampfen und somit für Verunsicherung in der Nutzergemeinde gesorgt; nun ist Peoplesoft nach einer Aufsehen erregenden Übernahmeschlacht selbst von Oracle geschluckt worden und die JDE-Entscheidung wird neu überdacht. "Die JDE-Gemeinschaft ist sehr verbunden mit dem Produkt", sagte der deutsche Peoplesoftmarketingchef Dieter Roskoni gegenüber der Financial Times Deutschland. Mit der Entscheidung könnte Oracle versuchen, Sorgen der Kunden um die Zukunft der Produktlinie zu zerstreuen, heißt es.
Nach einer 18-monatigen Übernahmeschlacht hatte der Peoplesoft-Aufsichtsrat dem Übernahmeangebot von Oracle-CEO Larry Ellison schließlich zugestimmt. Peoplesoft, einer der weltweit größten Hersteller von Unternehmenssoftware, hatte den Übernahmereigen im Jahr 2003 begonnen, indem er den kleineren Konkurrenten JD Edwards geschluckt hatte und dadurch zum Branchenvize aufgestiegen war. Oracle interpretierte dies als einen hingeworfenen Fehdehandschuh und gab im Sommer 2003 sein erstes Übernahmeangebot ab. Die Auseinandersetzung war mit aller Härte geführt worden -- mit persönlichen Anfeindungen und Abwehrmaßnahmen wie der berühmt-berüchtigten Giftpille, mit der Peoplesoft dem Konkurrenten die Übernahme vermiesen wollte. Auch mit Kartellklagen war der Streit ausgetragen worden. (tol)