Mozilla forciert neue Add-on-Technik fĂĽr Firefox

Kurz nach Veröffentlichung einer neuen Version ihres Add-on-SDK haben die Mozilla-Entwickler die Entwicklungsumgebung für die Erweiterungen aus der Betaphase entlassen.

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Von
  • Christian Kirsch

Die Mozilla-Entwickler haben Version 1.5 ihres Add-on-SDK veröffentlicht, das erstmals ein API für die Anpassung von Erweiterungen an unterschiedliche Sprachumgebungen enthält. Außerdem gibt es nun eine rudimentäre Unterstützung beim Entwickeln von Add-ons für die mobile Firefox-Version unter Android.

Lokalisieren lassen sich bislang nur Texte in den JavaScript-Dateien von Add-ons, die das API mit require() laden können. Es bietet neben dem direkten Textersatz die Möglichkeit, Platzhalter und deren Reihenfolge zu spezifizieren. Außerdem kann man Singular- und Pluralformen vorgeben. Diese Funktion unterscheidet jedoch zurzeit nur zwischen "1" und "viele", was für etliche Sprachen nicht ausreicht. Übersetzungen müssen in Dateien abgelegt sein, die xx-YY.properties heißen. xx-YY gibt dabei das Locale an, also etwa fr-FR für die in Frankreich gesprochene Variante von Französisch oder de-AT für Österreichisch.

Gleichzeitig haben die Entwickler den Add-on-Builder als Version 1.0 veröffentlicht. Das im Browser laufende Werkzeug soll das Erstellen von Firefox-Erweiterungen vereinfachen. Wer bereits ein Add-on mit dem SDK 1.3 oder früher geschrieben hat, muss seinen Code jedoch für Firefox 11 und folgende Versionen neu schnüren. In dieser Version des Browsers verschwindet die Funktion nsIDOMNSElement, die in älteren SDK-Versionen noch genutzt wurde. Der Code der Erweiterung selbst kann unverändert bleiben.

Die erste Version des SDK erschien 2009, damals unter dem Namen Jetpack. Es verwendet zum Erstellen von Firefox-Erweiterungen die Standardkomponenten HTML, CSS und JavaScript. FrĂĽher mussten Add-ons mit dem XML-Dialekt XUL erstellt werden. (ck)