Offenbar nur wenig Interesse an Siemens-Handysparte

Mehrere potenzielle Joint-Venture- oder Kauf-Kandidaten haben nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus bereits abgewunken.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Das Interesse ausländischer Unternehmen an der angeschlagenen Siemens-Handysparte ist nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus offenbar nur gering. So hätten bereits drei nicht näher benannte asiatische Hersteller den Bereich gründlich geprüft und abgewunken, schreibt das Magazin unter Berufung auf Branchenkreise. Der als Joint-Venture- oder Kauf-Kandidat gehandelte chinesische Haier-Konzern komme ebenfalls nicht in Frage.

Haier-Europachef Paolo Mainardi äußerte gegenüber dem Focus, dass man "zu klein" für ein solches Engagement sei. Offen gäben sich hingegen Motorola und der chinesische Hersteller Huawei. Während Motorolas Mobiltelefon-Europachef Greg Estell gegenüber dem Focus erklärte, dass man "alle Gelegenheiten" anschaue, habe Huawei-Manager Sören Pürschel gesagt, dass es passen würde: "Wir haben UMTS-Handys, Siemens eine gute Marktposition."

Siemens, das sein erstes selbst entwickeltes UMTS-Handy im Herbst auf den Markt bringen will, hatte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004/05 einen erneuten Verlust von 143 Millionen Euro mit seiner Handysparte eingefahren. Die Konzernführung beschloss daraufhin ein drastisches Sparprogramm. (pmz)