Luxus-Parallelport dank PCI-Karte

Der Druckerport als Universalschnittstelle war und ist äußerst beliebt, nur fehlt er den meisten aktuellen Systemen. Nun gibt es eine LPT-Karte mit programmierbarem FPGA.

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Von
  • Carsten Meyer

Tausende bestens funktionierende Hardware-Applikationen – von der Relais-Karte über Modellbahn-Steuerungen bis hin zum EPROM-Programmer – zeugen heute noch davon, dass der Druckerport als von Programmiererseite her gut zugängliche Universalschnittstelle äußerst beliebt war – und immer noch ist: Mesa Electronics hat mit der 5125 PCI Anything jetzt eine PCI-Karte mit programmierbarem FPGA herausgebracht, das nicht nur jedes LPT-Bit einzeln steuern oder auslesen, sondern auch autarke Echtzeit-Aufgaben wie Puls- und PWM-Generierung oder eine Schrittmotorsteuerung übernehmen kann. Opencore-Prozessoren wie der 6502- oder der 8051-Kern passen in das FPGA gleich mehrmals hinein.

Zur Anwendung kommt ein aktuelles Spartan-6-FPGA XC6SLX9 von Xilinx. Das ist bezüglich seiner Gatterzahl in etwa mit dem bekannten XC3S400 vergleichbar, verwendet aber moderne DSP48-Slices statt einfacher Multiplizierer sowie LUTs mit sechs statt vier Eingängen und ist natürlich schneller. Zur FPGA-Entwicklung kann das kostenlose ISE WebPack von Xilinx zum Einsatz kommen. Beispielapplikationen mit der nötigen FPGA-Logik zur PCI-Anbindung werden mitgeliefert.

An der Rückseite ist die klassische 25-polige Sub-D-Buchse zu finden, die das gesteuerte Gerät auch über einen Jumper und mit Polyfuse abgesichert mit Strom versorgen kann. Eine zweite "Druckerschnittstelle" ist intern auf einem 26-poligen Pfostenverbinder verfügbar. In Einzelstückzahlen soll die Karte 89 US-Dollar kosten. (cm)